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Hückelhoven
Bergparade und "gemütliche Schicht"

Hückelhoven. Die Weihnachtsparade in Hückelhoven findet in diesem Jahr nicht statt, Verlass ist aber auf den Knappenverein St. Barbara, der am Samstag, 28. November, in Hilfarth seine traditionelle Bergparade durch die Straßen ziehen lässt. Letzte organisatorische Feinheiten legte er in der Jahresversammlung im Vereinslokal Windelen fest. Von Willi Spichartz

Nach dem Schlag der kleinen Tischglocke und dem Bergmannsgruß "Glückauf" bat Vorsitzender Franz-Josef Bücken die gut 50 teilnehmenden Mitglieder, sich zum Totengedenken zu erheben, er nannte die verstorbenen Knappen und bezog die Opfer des Terrorangriffs in Paris dabei ein. Tradition ist der Tag der Hauptversammlung im November, im Bergmannskittel und mit Fahrstock nehmen die Knappen an der Gefallenenehrung des VdK für die Opfer der Weltkriege am Gedenkmal in Hilfarth teil. Tradition auch der Schluss der Versammlung: das Steigerlied singen, einen Schnaps trinken und gemeinsam eine Suppe zu Mittag essen.

Davor erfuhren die Mitglieder, dass der nach der Bergparade stattfindende Gottesdienst, der 25. als ökumenisch gefeierte Liturgie, auch das Silberjubiläum der evangelischen Pastorin Irene Schlawin ist. Der Pastorin fällt auch der Part der Gedenkrednerin am Ehrenmal für die toten Bergleute an der Tannenstraße in Hilfarth zu. Start der Bergparade mit mehreren hundert Teilnehmern ist um 16 Uhr am Vereinslokal Windelen, Kranzniederlegung und Gedenkrede am Ehrenmal ist gegen 16.30 Uhr, von dort aus geht's zur verdunkelten katholischen Kirche, in die alle Knappen mit brennenden Grubenlampen einziehen. Der Gottesdienst beginnt um 17 Uhr, dann startet im Vereinslokal Windelen die "gemütliche Schicht" mit Jubilarehrung, Musik und Tanz. Der Schachtchor vom Förderverein Schacht 3 singt neu einstudierte Lieder.

Schriftführer Jochen Rother und Geschäftsführer Willi Henschke gaben ihre Berichte des Geschäftsjahres. Vorsitzender Jupp Bücken gab Termine bekannt: Am 6. Dezember nimmt der Knappenverein am Ende einer Ära teil - in der Kirche St. Barbara Hückelhoven findet das letzte Barbarafest der früheren Bergmannspfarre statt, das wohl einen besonderen Charakter haben wird. Die Kirche wird als Sakralbau bald entwidmet und voraussichtlich verkauft. Der Jahresausflug wird im Juni 2016 ins thüringische Ronneburg führen. In dem alten Bergbauort - von 1953 bis 1990 wurde dort Uran abgebaut - findet der Thüringische Bergbautag vom 24. bis 26. statt, die Reisegruppe bleibt aber bis zum 29. Juni dort in der Nähe.

Quelle: RP
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