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Hückelhoven
Bürgermeister diskutiert mit Schülern über Stadtentwicklung

Hückelhoven: Bürgermeister diskutiert mit Schülern über Stadtentwicklung
FOTO: Roland Rochlitzer
Hückelhoven. Politischer Gesprächsabend des Rhetorikkurses am Hückelhovener Gymnasium. Bernd Jansen nahm zu wichtigen Stadtthemen Stellung.

Im 12. Schuljahr - der sog. Q2 - gibt es am Gymnasium Hückelhoven einen Projektkursus mit dem Titel "Praktische Rhetorik". In diesem Kursus lernen die angehenden Abiturienten unter Anleitung von Rhetoriklehrer Guido Rütten wichtige Methoden der Gesprächsführung: Recherchieren, Argumentieren, Debattieren und Aktives Zuhören stehen hier auf dem Lehrplan.

Nachdem die 21 Teilnehmer des Kurses bereits eine Plenardebatte im Landtag mitverfolgt, mit der Wassenberger Abgeordneten Dr. Ruth Seidl diskutiert und am Wettbewerb "Jugend debattiert" teilgenommen hatten, stand nun das letzte Projekt des diesjährigen Kurses an: ein politischer Gesprächsabend mit dem Hückelhovener Bürgermeister Bernd Jansen.

In der Vorbereitung hatten die Schülerinnen und Schüler die Themenfelder für das 90-minütige Live-Gespräch erarbeitet: Flüchtlingssituation, Schulpolitik, Stadtentwicklung und Geschäftsansiedlung, Verkehrsplanung und Freizeitgestaltung. Für jedes Thema saß ein verantwortlicher Interviewer in der Fragerunde rund um den Bürgermeister.

Nach einer Anmoderation von Marie Lindemann befragte Deborah Nadane den Bürgermeister zu seiner Person und seinem politischen Werdegang. Hierbei wurde schon deutlich, dass Jansen auch an diesem Abend gewohnt offen und direkt antworten würde. So teilte der gelernte Zimmermann mit, dass ihn mittlerweile Unsachlichkeit in Diskussionen am meisten störe. Bei der Flüchtlingsproblematik erklärte Jansen, dass er die Protesterklärung der Bürgermeister nicht mitunterschrieben habe, weil er der Meinung sei, dass in Hückelhoven durchaus noch mehr Flüchtlinge untergebracht werden könnten: "Bis zu 1200 Menschen könnten wir ohne größere Probleme noch unterbringen." So entwickelte Bernd Jansen im Laufe des Abends ein konkretes Bild von den Maßnahmen und Perspektiven, die er in den kommenden Jahren zusammen mit dem Rat und der Verwaltung umsetzen und verwirklichen will: Umgehungsstraße L 117n, Arena, Fahrradtrasse, Bahnlinie, Schulgebäude, Integration, Gewerbeansiedlungen. "Jetzt ist das Geld billig und wir können die notwendigen Investitionen in die städtische Infrastruktur tätigen. Danach werden wir uns auch um den Schuldenabbau kümmern", sagt der Bürgermeister.

Auch wenn seine Schülerinnen und Schüler an diesem Abend ihre Moderationstexte und Fragen noch abgelesen haben, war Lehrer Guido Rütten doch sehr zufrieden mit der Arbeit seiner Schützlinge.

Quelle: RP
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