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Hückelhoven
Damit die Zähnchen heil bleiben: "Gesundheit beginnt im Mund"

Hückelhoven: Damit die Zähnchen heil bleiben: "Gesundheit beginnt im Mund"
Keine Angst vorm Zahnarzt: Die Hückelhovener Zahnärztin Sabrina Chabrié zeigt Kindergartenkindern, dass der Besuch in einer Zahnarztpraxis gar nicht so schlimm ist. FOTO: RENATE RESCH-RÜFFER
Hückelhoven. Zum Tag der Zahngesundheit hatte die junge Zahnarztpraxis "Zahn und Zähnchen" in Hückelhoven Kindergärten zur Vorsorgeaufklärung eingeladen. Von Renate Resch-Rüffer

Bunte Ballons begrüßen die rund 80 Kindergartenkinder und deren Begleiterinnen aus dem Hückelhovener Stadtgebiet am Eingang. Für jedes Kind ist eine Luftballonfigur vorbereitet. Ob Herzen, Hunde oder Schwerter, ein kleines fliegendes Andenken darf jedes Kind später mit nach Hause nehmen.

Erst seit Ende letzten Jahres befindet sich die Praxis "Zahn und Zähnchen" im neuen Gebäudekomplex in Hückelhoven. Zahnärztin Sabrina Chabrié liegt es sehr am Herzen, dass die Kinder gerne und ohne Angst in die Praxis kommen. Deshalb versucht sie, speziell auf die Kleinen einzugehen. "Beim ersten Besuch darf das Kind aussuchen, wo es sitzen will", erklärt sie. Wenn es den Behandlungsstuhl zu groß findet, kann es auch auf dem Sattelhocker oder der Bergziege Platz nehmen. Die einzelnen Behandlungsgeräte haben Namen, die den Kindern die Funktion erklären. So heißt der Sauger beispielsweise "Schlürfi" weil er so viel Durst auf Wasser hat.

Ist dann mal der Kariesteufel bei einem Kind eingezogen, muss er wieder verjagt werden. Für Sabrina Chabrié ist es wichtig, dass das Kind selbst der Behandlung zustimmt. "Auch wenn sie ganz klein sind, ist es wichtig, dass sie selbst ,ja' sagen, um den Zahn gut behandeln zu können", weiß sie. Auch bei der Anmeldung werden die Kleinen ernst genommen. An einer kindgerecht niederen Theke können sie ihre Karte selbst abgeben und sich somit selbst anmelden.

Der Tag der Zahngesundheit stellt in Deutschland seit 1991 jährlich die Vorsorge, die Verhütung von Zahn-, Mund- und Kiefererkrankungen und die Aufklärung und Förderung von Eigenverantwortung in den Mittelpunkt. "Zahn und Zähnchen" öffnet aus diesem Grund die Pforten und möchte motivieren, jährlich vorbeizukommen und nachsehen zu lassen, um eine gute Zahn- und Mundgesundheit zu erhalten. Die Kinder sollen durch diesen Aktionstag erfahren, dass man keine Angst vor den Räumen und den behandelnden Menschen in der Praxis zu haben braucht. Besonders bei den Vorschulkindern, die sich im Wechselgebiss, also im Übergang zum bleibenden Gebiss befinden, soll das Bewusstsein gestärkt werden, dass die Gesundheit im Mund beginnt.

Die drei Behandlungszimmer sind für die kleinen Besucher geöffnet und die Arzthelferinnen erklären den Kindern ganz genau, wie eine Behandlung beim Zahnarzt abläuft. Der Wartebereich ist an diesem Tag der Platz, um einer kleinen Zahngeschichte zu lauschen, die eine Betreuerin vorliest.

Im Schmeckgarten sind einige Gaumenproben aufgebaut. Gewürze wie Basilikum, Minze oder Schnittlauch werden von den meisten Kindern erraten. Rosmarin und Salbei sind dagegen schon etwas schwieriger. Daneben stehen kleine Schälchen mit kleinen Apfelstücken, Tomaten, Gurken, Kohlrabi und Paprika. Wer greift nicht gerne zu, wenn ihm auf einem Herzchensticker eine solche Kostprobe angeboten wird?

Befindet man sich in der Praxis, fühlt man sich in die Welt der Berge versetzt. Kuhfelle finden sich auf dem Boden und den Stühlen, Ausblicke in hügelige Landschaften bieten die Eingänge zu den Behandlungsräumen. "Ich habe lange nach einem Motto gesucht, das man gut mit Erwachsenen und Kindern verbinden kann", erzählt die Zahnärztin. Die Bergwelt hat sie gewählt, weil sie positiv besetzt ist. Man denkt sofort an frische Bergwiesen, reines Quellwasser und weiße Bergspitzen - "besonders diese gehen gut mit Zähnen zusammen", sagt Sabrina Chabrié. Und für Kinder sind die Tiere der Bergwelt Sympathieträger.

Quelle: RP
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