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Hückelhoven
Ein besonderer Hingucker

Hückelhoven: Ein besonderer Hingucker
Johannes Fulda stellte in Hückelhoven sein selbst gebautes Doppel-Teleskop vor: "Ferne Galaxien und Andromeda-Nebel lassen sich mit dem Gerät zu nächtlicher Stunde gut beobachten, tagsüber die Natur." FOTO: Laaser, Jürgen (jl)
Hückelhoven. Die Astro-Arbeitsgemeinschaft des Hückelhovener Gymnasiums hatte 34 Aussteller und rund 500 Besucher bei der inzwischen 16. Auflage der Astro-Messe zu Gast. Ein besonderer Hingucker war ein Doppel-Teleskop. Von Daniela Giess

Fremde Planeten beobachten, in den Sternenhimmel schauen - und irgendwann einmal ein eigenes Teleskop besitzen: Schon als Grundschülerin entbrannte ihre Astronomie-Leidenschaft. "Einfach magisch", umschreibt die elfjährige Moa Storms ihr ungewöhnliches Hobby. Die Astro-AG ist für sie einer der Gründe, warum sie das Hückelhovener Gymnasium besucht. "Obwohl mir zugesagt wurde, dass ich an der AG auch teilnehmen kann, wenn ich mich für eine andere Schule entscheide."

Bei der mittlerweile 16. Auflage der Astro-Messe, die die Teilnehmer der Arbeitsgemeinschaft gemeinsam mit ihren beiden Leitern Robert Lebek und Wilfried Reiners organisieren, war auch Moa Storms den ganzen Tag im Dauereinsatz. Die Mädchen und Jungen machten Kassendienst im Eingangsbereich, verteilten Informationen, versorgten die zahlreichen Messebesucher im Aula-Foyer mit Getränken. Zwischen 400 und 500 Besucher waren bei der Messe zu verzeichnen, die seit vielen Jahren bei Händlern und bundesweitem Fachpublikum Anerkennung findet. "Dabei hätten wir auch das Doppelte vertragen. Wir haben schließlich viel Arbeit investiert", erklärte AG-Leiter Robert Lebek. Insgesamt 34 Aussteller luden an ihren Ständen zum Fachsimpeln ein. Stative, Okulare, Teleskope sowie Computersteuerungen für Montierungen wurden zum Teil zu günstigen Messepreisen verkauft.

Der besondere Service der Hückelhovener Messe-Gastgeber: Sie bauten sogar die Stände für die Händler auf, boten die Standmiete weitaus günstiger an, als es bei den gewerblichen Astro-Messen der Fall ist. "Und abends bauen wir alles wieder ab", erklärte Robert Lebek. Sämtliche Einnahmen seien für den Förderverein des Gymnasiums bestimmt: "Wenn wir etwas benötigen, stellen wir unsere Anträge beim Förderverein." Insgesamt 15 Mädchen und Jungen aus der Astro-AG halfen fleißig mit, dazu noch zwei Eltern-Paare.

Immer dicht umlagert war der Stand von Johannes Fulda. Der Teleskop-Experte aus Oer-Erkenschwick, seit vielen Jahren mit AG-Leiter Lebek gut befreundet, hatte sein einzigartiges Doppel-Teleskop mit nach Hückelhoven gebracht. Dafür hat Fulda zwei große Teleskope zu einem riesigen Fernglas zusammengebaut. "Wie in einem Raumschiff, so sein Kunde, der diese umfangreiche Arbeit in Auftrag gegeben hatte, komme man sich beim Blick durch das Doppel-Teleskop vor", verriet der Erbauer, der sein ungewöhnliches Ausstellungsstück mit 150-facher Vergrößerung voller Stolz in Hückelhoven präsentierte. Ein individuell verstellbarer Augenabstand an den beiden miteinander verbundenen Teleskopen sorge dabei für Komfort beim Blick in den Himmel. "Ferne Galaxien und Andromeda-Nebel lassen sich", berichtete Johannes Fulda, "mit dem Gerät zu nächtlicher Stunde gut beobachten, tagsüber die Natur." Über das große Interesse der Besucher freute er sich: "Hier werden viele Fragen gestellt."

Quelle: RP
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