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Hückelhoven
Ein Dienstleister im Sinne der Bürger

Hückelhoven: Ein Dienstleister im Sinne der Bürger
Thorsten de Haas ist der Leiter des Sozial- und Rechtsamtes der Stadt Hückelhoven. FOTO: JÜRGEN LAASER
Hückelhoven. Thorsten de Haas ist der neue Leiter des Sozialamts. Er hat am 1. November die Nachfolge von "Juppi" Schmitz angetreten.  Von Anke Backhaus

Auf eine große Vorstellungsrunde im Rathaus konnte "der Neue" eigentlich verzichten. Der Nachfolger von Heinz-Josef Schmitz im Sozialamt ist am Rathausplatz 1 gut bekannt: Thorsten de Haas ist der neue Leiter des Sozialamtes, "Juppi" Schmitz' Aufgaben hat er offiziell am 1. November übernommen. Seit 2009 ist de Haas Leiter des Rechtsamtes, nun ist das Sozialamt neu hinzugekommen.

Kürzlich war Thorsten de Haas zu Gast bei den Mitgliedern des Lokalen Teilhabekreises. "Die Menschen sollen schließlich ein Gesicht mit meinem Namen verbinden können", sagt de Haas. Gremien wie den Lokalen Teilhabekreis hält der neue Amtsleiter für sehr effektiv. "Mir ist es wichtig, dass die Kommunikation keine Hürden nehmen muss, weil wir gemeinsam manchmal schon mit kleinen Handgriffen viel bewegen können", sagt Thorsten de Haas. Damit bringt der Jurist auch das zum Ausdruck, was er als Leitbild versteht. "Die Bürger sollen einen möglichst kurzen Weg zur Verwaltung haben. Das Sozialamt versteht sich dabei als Dienstleister, das ist maßgeblich", betont er.

Dass ihn der Weg in die Kommunalverwaltung führen würde, war für Thorsten de Haas, Jahrgang 1979 und aus Hetzerath stammend, verheiratet und Vater einer kleinen Tochter, nicht klar, als er sein Jura-Studium in Düsseldorf begann. "Der Weg war zu diesem Zeitpunkt offen", erinnert er sich. Einen ersten Einblick in die Kommunalverwaltung erhielt er während eines Praktikums im Rechtsamt der Stadt Erkelenz. Das Interesse wuchs und blieb auch dann, nachdem er in der Zeit seines Referendariats viele weitere praktische Felder - etwa bei der Staatsanwaltschaft oder im Zivilgericht - kennenlernte. "Nach meinem Studium war ich jedoch noch einige Zeit als Rechtsanwalt tätig, bevor ich mich bei der Stadt Hückelhoven beworben habe." Das war im Jahr 2009, als ihm die Leitung des Rechtsamtes übertragen wurde.

Mit dem Sozialamt hat er eine weitere und umfangreiche Aufgabe hinzubekommen. Das vorherrschende Thema ist die Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge, die der Stadt Hückelhoven zugewiesen werden. Im Oktober, so de Haas, habe es einen signifikanten Anstieg gegeben, derzeit liege man bei 788 Flüchtlingen. "Aktuell sind die Zuweisungszahlen verhalten, so dass es für uns eine Atempause gibt." Dies bedeute jedoch nicht, hier nun die Arbeit einstellen zu können. Thorsten de Haas ist dankbar, so viele Ehrenamtler in Hückelhoven zu haben, die sich um die Belange der Flüchtlinge kümmern. "Ohnehin ist das soziale Engagement in der Stadt beeindruckend", meint er. Auch wenn dieses Thema derzeit zu den größten Herausforderungen zählt - de Haas möchte betonen, dass das Sozialamt auch nach wie vor für andere Hilfesuchende da ist.

Und dann kommt er wieder zu seinem Vorgänger Heinz-Josef Schmitz. "Er hat hier hervorragende Arbeit geleistet, darum brauchen wir auch das Rad nicht neu erfinden. Er hat mich gut eingearbeitet. Jetzt ist er im Ruhestand. Obwohl - für einen Menschen wie ihn gibt es das wohl nicht", würdigt er Schmitz' Leistungen.

Quelle: RP
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