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Hückelhoven
Ein ganzes Leben für die Kinder

Hückelhoven: Ein ganzes Leben für die Kinder
Während des auf Marie-Luise Lischka umgetexteten Schlussliedes "Mit 65 Jahren . . ." sang die Kindergartenleiterin mit Elan selbst mit. FOTO: Ruth Klapproth
Hückelhoven. 45 Jahre leitete Marie-Luise Lischka den katholischen Kindergarten St. Gereon Brachelen. Jetzt wurde sie verabschiedet.

Während es draußen in Strömen regnete, hatten sich Freunde und Helfer des katholischen Kindergartens St. Gereon in Brachelen zusammengefunden, um sich von dessen langjähriger Leiterin Marie-Luise Lischka zu verabschieden. "Der Himmel weint, dass Frau Lischka geht", sagten einige Gäste, und der Satz traf punktgenau.

Am Morgen versammelten sich Kinder, Eltern, Kollegen und Freunde zu einem Abschiedsgottesdienst in der Pfarrkirche St. Gereon. Die Kindergartenkinder und ihre Eltern hatten mit dem Team der Kindertagesstätte viel Zeit, Mühe und Ideen investiert, um den Gottesdienst liebevoll zu gestalten und ihrer Alltagsheldin etwas Besonderes zu bieten - diesen Titel hat sich Lischka mehr als verdient, nachdem sie mehr als 45 Jahre lang den Kindergarten mit Bravour und Mut zur Innovation leitete. Für den Gottesdienst übten die Kinder einige Lieder ein und stellten mit thematisch passenden Requisiten dar, was sie in ihrer Zeit mit "Frau Lischka" alles lernen und erleben durften. Während der Vorbereitung auf die Schule wurden kirchliche Feste gefeiert, gespielt, gebacken und natürlich gemeinsam gelacht. Auch die Erzieherinnen wandten sich bewundernd und dankend an ihr Vorbild. So sagte Birgitt Harren: "Sie haben jede Vorbereitung mit guten und neuen Ideen bereichert." Und Sandra Deffur fügte hinzu, dass für Lischka die Einrichtung immer an erster Stelle stand und sie ihre Arbeit mit Leib und Seele ausgeführt habe. Dadurch wurde der Gottesdienst feierlich, erhielt aber auch eine kunterbunte und sehr persönliche Färbung. Am Ende des Gottesdienstes überreichte Harren stellvertretend für die Erzieherinnen und Kinder einen Geschenkrucksack mit Überraschungen und Andenken - so zum Beispiel ein Fotoalbum, für welches das Kindergartenteam durch Brachelen zog, um Fotos von 1972 bis heute zu finden, die Lischka, ihr Leben und ihre Arbeit auf lustige und herzliche Weise festhalten. Des Weiteren hatte jedes Kindergartenkind ein Bild für die "Abschiedsmappe" gemalt. Beim anschließenden Empfang in der Kita brachten Wegbegleiter ihre Dankbarkeit und Bewunderung für Lischkas langjährige Arbeit in kleinen Reden zum Ausdruck. Was sie in mehr als vier Jahrzehnten geleistet hat, sei bewundernswert. Alle Umbrüche, die die Kindergärten in dieser Zeit durchleben mussten, erkannte sie früh und passte die Konzepte "ihres" Kindergartens an, ohne je das Wohl und die Zufriedenheit der Kinder und ihrer Eltern aus den Augen zu verlieren. Sie initiierte in der Einrichtung frühzeitig die Betreuung für Kinder unter drei Jahren, richtete heilpädagogische und integrative Kindergartenplätze ein und sorgte mit der Organisation von Um- und Anbauten dafür, dass sich alle in einem modernen Gebäude mit einer tollen Außenanlage rundum wohlfühlen können. So hinterlässt sie ihrer Nachfolgerin Sandra Deffur beste Voraussetzungen für eine weitere erfolgreiche Leitung. Sie selbst blickte voller Stolz auf diese vielen Jahre zurück: "Ich habe meine Arbeit immer liebend gerne gemacht."

(kasc)
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