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Hückelhoven
EM-Marmelade aus der Hauswirtschaft verkauft

Hückelhoven: EM-Marmelade aus der Hauswirtschaft verkauft
Die Jugendlichen der Jugendwerkstatt hatten Torten und Kuchen gebacken, die sie zum Verkauf anboten. FOTO: EWL
Hückelhoven. Selbst gefertigte Produkte und köstliche Kuchen beim Sommerfest in der Jugendwerkstatt Hilfarth.

Marketing ist alles. Das wissen auch die Jugendlichen der Jugendwerkstatt Hilfarth in Trägerschaft des Caritasverbandes für die Region Heinsberg und boten passend zur Europa-Meisterschaft beim Sommerfest der Einrichtung eine EM-Marmelade an. Gläser mit dem köstlichen Inhalt standen neben weiteren Marmeladen wie Erdbeere mit Vanille sowie Produkten wie Rhabarberschnaps, Currysoße, Grillsoße und Essig.

"Das haben wir alles in Hauswirtschaft selber gemacht", sagte Schülerin Anna Frenken, die seit September die Jugendwerkstatt besucht und Ende Juli geht, um eine Ausbildung im Altenheim zu machen. Sie selber habe beim Spülen der Flaschen geholfen sowie die Produkte abgefüllt. Eifrig stand sie nun an der Kuchentheke und verkaufte selbst gebackenen Kuchen. Dass jeder Schüler das Sommerfest vorbereitet und am Tag selber mithilft, ist selbstverständlich. Die Metallwerkstatt hatte wieder schöne Metallarbeiten wie Vögel und Menschen, die unterschiedliche Berufssparten darstellen, hergestellt, die zum Verkauf standen. An einem Grillstand gab es selbst gemachte Salate und Grillspezialitäten.

"Alle packen mit an. Dazu gehört auch, dass die Produkte ansprechend präsentiert werden", sagte Simone Jansen, Leiterin der Jugendwerkstatt. "Die Schülerarbeiten werden so wertgeschätzt. Das Sommerfest ist dazu da, dass wir uns auch nach außen präsentieren", erklärte sie. Die Produkte seien alle in den letzten Monaten in der Jugendwerkstatt, die die einzige Einrichtung im Kreis ist, die nach dem Landesjugendplan "sozialpädagogische Hilfe für junge Menschen im Übergang von der Schule zum Beruf" gefördert wird, entstanden. "Wir bieten den Teilnehmern als offene und freiwillige Maßnahme in einem Jahr die Möglichkeit, in Form von Theorie und Praxis allgemeine, berufs- und arbeitsweltbezogene Schlüsselkompetenzen zu erwerben", erklärte Jansen.

Die Jugendlichen haben die Wahl, entweder in der Metallwerkstatt oder Hauswirtschaft zu arbeiten. Daneben gibt es den Stützunterricht in Kleingruppen, worin schulische Defizite aufgearbeitet werden und bei Eignung der Schulabschluss in einer externen Prüfung nachgeholt werden kann. Ganz neu ist eine Kooperation mit dem Bereich Wirtschaft des Berufskollegs Geilenkirchen, das einen Oskar für den "Gast des Jahres" vergibt. "Diesen Oskar stellen wir in der Metallwerkstatt her", erzählte Simone Jansen. Wie er aussehe, dies bleibe aber ein wohl gehütetes Geheimnis bis zur Verleihung.

Quelle: RP
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