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Hückelhoven
Etatmittel für wichtige Projekte der Stadt

Hückelhoven: Etatmittel für wichtige Projekte der Stadt
Wie Bürgermeister Bernd Jansen vor dem Rat bekannt gab, verschiebt sich die Realisierung der Freizeitarena in die Jahre 2019/2020. Ein Handlungskonzept wird 2017 geschrieben, 2018 werden Zuschüsse beantragt. FOTO: STADT HÜCKELHOVEN (ARCHIV)
Hückelhoven. Mit zugesagten Fördermitteln zur Sanierung von Förderturm und Schachthalle ist das Bergbauerbe der Stadt gesichert. Die Arena an Schacht 3 verschiebt sich jedoch in die Jahre 2019/2020. So der Stand bei Einbringung des Etatentwurfs. Von Gabi Laue

"Mit dem Haushalt 2017 entwickeln wir unsere Stadt weiter." Das unterstrich Bürgermeister Bernd Jansen bei der Einbringung des Haushaltsentwurfs in der Ratssitzung am Donnerstagabend. So steht in dem Zahlenwerk Geld für wichtige Projekte in der Stadt und den Ortsteilen.

Eins davon ist das ehemalige Zechengelände. Das Titelbild für den Etatentwurf zeigt, so Jansen, "eines der bedeutendsten Wahrzeichen der Stadt", das Fördergerüst über Schacht 3. Eigentümer der Aufbauten und des Grundstücks ist die Stiftung für Industriedenkmalpflege, Mieter der 1300 Mitglieder starke Förderverein Schacht 3, der nach wie vor äußerst aktiv ist. Förderturm und Maschinenhalle sind äußerst sanierungsbedürftig. Dazu sicherte NRW-Städtebauminister Michael Groschek bei seinem Besuch im August Unterstützung zu. Die Stiftung als Eigentümerin kann nun Städtebaufördermittel beantragen, die im kommenden Jahr bewilligt werden. Die Sanierung der denkmalgeschützten Industriebauwerke und die Gestaltung des 2500 Quadratmeter großen Außengeländes werden rund 3,2 Millionen Euro verschlingen. Die Gesamtfinanzierung läuft über die Stiftung, die Stadt muss sich nicht beteiligen.

Im Anschluss wird das Gelände hinter dem Barbarastollen neu gestaltet. Es geht um drei Baumaßnehmen: Arena mit Bühne, Zuschauerrängen und Zeltdach; Platz zwischen Schacht 3 und Sophiastraße; Gestaltung der Grünflächen und der Wasserfläche zwischen der Arena und der künftigen L 117n. Für die Arena, die voraussichtlich vier Millionen Euro kostet, kündigte Bernd Jansen zwei Millionen Euro Landesmittel aus dem Sektor Tourismus an. Mit Bezirksregierung und Ministerium ist abgestimmt, dass die Gestaltung der Flächen aus Städtebaufördermitteln bezuschusst werden kann. Dafür soll im Jahr 2017 ein Integriertes Handlungskonzept erstellt werden, so können Zuschüsse dann 2018 beantragt werden.

Der Etat sichert die Verwirklichung wichtiger Baumaßnahmen: den vierten Bauabschnitt im Schulzentrum Ratheim (1,723 Millionen Euro) und den Neubau der Grundschule Hilfarth (350.000 Euro im nächsten Jahr und 5,4 Millionen Euro von 2018 bis 2020). Die neue Schule wird über die NRW Bank aus Landesmitteln im Programm "Gute Schule" finanziert. So fließen vier Millionen an Kreditmitteln an die Stadt, die Tilgung übernimmt das Land, und für die Stadt stellt die Finanzierung dieses Schulbaus nur eine geringe Zusatzbelastung dar.

Nach Kunstrasen und Sportlerheim bekommt Baal im kommenden Jahr auf der Restfläche des früheren Nordstadions ein neues Feuerwehrgerätehaus (582.000 Euro) und ein neues Feuerwehrfahrzeug (380.000 Euro). Für den Tiefbau hob Jansen die Erneuerung der Callstraße in Hilfarth mit Kanal (1,23 Millionen Euro), die Erschließung des Neubaugebiets Schmiedegasse (1,9 Millionen) und den Endausbau des Wohnparks Ruraue (1,84 Millionen Euro) bis zum Jahr 2020 hervor.

Hoffnungsfroh war Kämmerer Helmut Holländer: "Mit dem Entwurf kommen wir unserem Ziel, eine positive Ergebnisplanung zu erreichen, näher." Die Ausgaben sind "nur" noch 943.565 Euro höher als die Erträge. Nach heutigem Stand rechnet der Kämmerer ab 2018 mit einem Überschuss. Größter Ausgabeposten im gesamten Etat sind 21,886 Millionen Euro Kreisumlage, die Hückelhoven dem Kreis überweisen muss. Die Reduzierung des Verlustes auf unter eine Million Euro wertete Holländer als "gutes Signal".

Quelle: RP
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