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Hückelhoven
"Factory Church" zieht in St. Lambertus ein

Hückelhoven: "Factory Church" zieht in St. Lambertus ein
FOTO: Jörg Knappe
Hückelhoven. Die Hückelhovener Jugendkirche hat den Umzug in ihre neue Heimat mit einem Gottesdienst gefeiert. Von Natalie Urbig

Der Altar ist in rot-lila Scheinwerferlicht getaucht, kleine grüne und rote Lichtpunkte wandern über die weiße Kirchenwand, flackern kurz auf und verschwinden wieder. Der Einzug der Jugendkirche "Factory Church" in das Kirchenschiff von St. Lambertus Hückelhoven ist farbenfroh und hoffnungsvoll. Im Februar hatten die jungen Katholiken Abschied von ihrer bisherigen Heimat, der Kirche St. Barbara, genommen. Nun schauen sie nach vorne und besiegeln ihren Umzug nach St. Lambertus mit einem Gottesdienst, zu dem viele Gäste gekommen sind. Bis zur letzten Stuhlreihe ist das Kirchenschiff gefüllt.

"Geh fort aus deinem Land, verlass deine Heimat und deine Verwandtschaft, und zieh in das Land, das ich dir zeigen werde", ist zu Beginn der Messe auf einer Leinwand neben dem Altar zu lesen. Es ist ein Zitat aus dem Buch Genesis - die Aufforderung an Abraham, nach Ägypten zu ziehen. Aufbruch wird bei dem Einzugsgottesdienst als Thema in den Mittelpunkt gerückt. Dabei erinnert Pfarrer Georg Kaufmann nicht nur an Abraham, sondern auch an Mose, der auf Wanderschaft ging. "Sich auf den Weg machen, ist eine Grundfigur unseres Glauben", sagt Kaufmann.

Die Jugendlichen erinnern sich, wie auch sie sich auf den Weg machten und an die Fragen, vor die sie dabei gestellt wurden: "Wo sollen wir hin, wie läuft der Umzug, wie gestalten wir die Kirche?" Zum Aufbruch gehört Mut, und passend dazu ist die Liedauswahl der Band "joy(in) Jesus", die den Gottesdienst begleitet und unter anderem darum bittet: "Show me your way oh Lord. Banish my fear in perfect love." Aus St. Barbara haben die Jugendlichen ihre selbst gebaute Ziegelsteinmauer mitgebracht. Sie steht nun in verkleinerter Form vor dem Altar im Seitenschiff von St. Lambertus und trägt viele Kerzen.

"Es war ein Anliegen der Jugendlichen, die Mauer mitzunehmen", sagt Benedikt Patzelt, Beauftragter für Jugendpastoral in der Region. "Sie ist das, was verbindet." Auch sonst hat die "Factory Church" das Kirchenschiff für den Gottesdienst auf ihre Weise eingerichtet: Dazu gehören die warmen Scheinwerferfarben ebenso wie bunte Bilder an den Wänden. Zwei von ihnen ergeben den Schriftzug "Factory Church". Erst kürzlich haben die Jugendlichen sie mit dem Graffitikünstler Patrick Diekneite entworfen. Nach dem Gottesdienst wurde der Einzug in den neuen liturgischen Raum bei Pizza und Getränken im Hof gefeiert. Und es trat der Poetry-Künstler, Rapper und Comedian Quichotte - bekannt aus der Sendung Nightwash - auf.

Quelle: RP
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