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Hückelhoven
Filmtage setzen Schwerpunkt

Hückelhoven: Filmtage setzen Schwerpunkt
Stets ein schöner Ort, um andere junge Menschen kennenzulernen - die Belgisch-Niederländisch-Deutschen Filmtage. FOTO: Laaser (Archiv)
Hückelhoven. Flüchtlinge, Krieg, Terror und Unterdrückung machen die 44. internationalen Filmtage zum Schwerpunkthema. Von Daniela Giess

Einmal im Jahr kommen mehrere Hundert Jugendliche aus Belgien, den Niederlanden und Deutschland zusammen. Was sie verbindet, ist ihre cineastische Leidenschaft. Dann wird die Hückelhovener Schul-Aula zum großen Kinosaal. Die mittlerweile 44. Auflage der Belgisch-Niederländisch-Deutschen Filmtage steht in der Zeit vom 20. bis 22. November an. Seit der Premiere 1972 ist Organisatorin Gisela Münzenberg-Wiers dabei. Gemeinsam mit ihrem Filmtage-Team sucht die Aachenerin interessante Streifen aus, lädt Regisseure und Schauspieler ein. Diesmal haben vier Regisseure und sechs Darsteller zugesagt.

Zum ersten Mal in der Geschichte der Filmtage wird es einen Themen-Schwerpunkt geben: Flüchtlinge. "Krieg, Terror und Unterdrückung haben wir nicht am eigenen Leib erfahren. Das können sich die wenigsten von uns vorstellen", sagt Gisela Münzenberg-Wiers. "Die Filme sollen dabei helfen, die Beweggründe und Geschichten für eine Flucht näher zu bringen." Die aktuellen Ereignisse der vergangenen Wochen und Monate hätten dazu geführt. Gleichzeitig wolle man einen Beitrag leisten, um bestehende Vorurteile und Ängste abzubauen. Zum Beispiel mit dem belgischen Filmbeitrag "Illégal" aus dem Jahr 2010 - er erzählt die bedrückende Geschichte der 39-jährigen Russin Tania, die mit ihrem achtjährigen Sohn Ivan illegal in Belgien lebt, in ständiger Angst, abgeschoben zu werden. Bei einer Polizeikontrolle passiert es: Tania wird verhaftet und landet im Abschiebegefängnis, wo sie einem großen Druck ausgesetzt ist. Gezeigt wird der Film am Freitag ab 20 Uhr.

Schon ab 15 Uhr sorgen "Quatsch und die Nasenbärenbande" bei kleinen Kinofans für große Begeisterung. Die offizielle Eröffnung mit Kurzfilmprogramm ist für 20 Uhr vorgesehen. "Fremde Heimat" heißt der Kurzfilm, der in einem Geilenkirchener Schülerprojekt entstanden ist.

Die Belgisch-Niederländisch-Deutschen Filmtage sind eine Kooperation des Bundesverbands Jugend und Film mit Sitz in Frankfurt am Main, des Huis van de Kunsten aus den Niederlanden, Jekino (Belgien) sowie der Stadt Hückelhoven. Der Eintritt zu allen Vorführungen ist frei, die fest angemeldeten Teilnehmer aus den drei beteiligten Ländern zahlen lediglich einen Kostenbeitrag für Anreise, Unterkunft und Verpflegung.

Details zum Programm mit täglich mehreren Filmen gibt es im Internet unter: www.filmtage-hueckelhoven.de/ programmheft

Quelle: RP
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