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Hückelhoven
Fliegende Hunde fangen Frisbees

Hückelhoven: Fliegende Hunde fangen Frisbees
Reichlich Action gab es beim Qualifikationsturnier für die Weltmeisterschaft im Hundefrisbee im Willi-Waldhausen-Stadion an der Gronewaldstraße in Millich: Border-Collie-Rüde Rufus springt in dieser Szene über Frauchen Claudia Wagstyl und fängt die Scheibe. FOTO: Jürgen Laaser
Hückelhoven. 70 Teilnehmer kamen zum Qualifikationsturnier für die WM im Hundefrisbee nach Millich. Von Daniela Giess

Aus den Stadion-Lautsprechern dringt ein alter Hit von Cyndi Lauper. Exakt zwei Minuten dauert die Kür, die Hund und Herrchen dazu einstudiert haben. Sie wollen die Punktrichter überzeugen, um sich für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft im Hundefrisbee zu qualifizieren, die vom 7. bis 9. Oktober in Duisburg stattfinden wird.

Rund 70 Teilnehmer aus ganz Deutschland, den benachbarten Niederlanden und Belgien sind mit ihren vierbeinigen Gefährten nach Millich ins Willi-Waldhausen-Stadion an der Gronewaldstraße gekommen, um in der Beginner-Klasse für Anfänger oder in der sogenannten offenen Klasse Punkte zu sammeln.

Mirjam Thöne und ihr Lebenspartner Sven Tessaro haben das Qualifikationsturnier organisiert. Das Paar aus Millich ist schon seit 7 Uhr früh auf dem Rasenplatz, um letzte Vorbereitungen zu treffen für die Turnierteilnehmer, die sogar aus Kassel und Würzburg angereist sind. Sie zeichnen - mit Unterstützung ihrer Helfer aus der Familie und dem Freundeskreis - das Spielfeld ein, erstellen die Starterliste, überprüfen die Musikanlage.

Neben Pokalen, Urkunden und Medaillen warten auf die Bestplatzierten Hundekörbchen, Decken und Leckerlis für die tierischen Teilnehmer. Border-Collie-Hündin Amicelli ist diesmal nur Zuschauerin. Besitzerin Mirjam Thöne verzichtet auf die eigene Teilnahme am Turnier, weil die Organisation sie stark beansprucht. "Aber bei der WM, die zum ersten Mal in Deutschland stattfindet, möchten wir schon gerne dabei sein." Während am Spielfeldrand Zelte und Pavillons als Ruhezonen für die Hunde aufgebaut werden, erzählt die Millicherin, dass ihre Dalmatiner-Hündin Gina Frisbeewerfen überhaupt nicht mag. "Man merkt schnell, ob der Hund Spaß daran hat, wenn er gerne mit Spielzeug spielt oder der Beute hinterherjagt." Gina geht während der Turniere lieber spazieren mit Mirjam Thönes Mutter.

Bereits seit Ende der 1990er Jahre wird die ungewöhnliche Sportart in Deutschland ausgeführt, entwickelt wurde sie in den 1970ern in den Vereinigten Staaten. Mirjam Thöne entdeckte Hundefrisbee 2011 auf einer Fachmesse in Aachen. "Jeder kann mitmachen. Man muss auch nicht besonders sportlich sein", erklärt sie. "Ich kenne einen 70-Jährigen, der dabei mitmacht." Zweimal die Woche wird trainiert, leider ohne Gleichgesinnte im Verein. Denn Hundefrisbee sei in der Region noch nicht weit verbreitet.

Auch kleinere Rassen können gut teilnehmen, zum Beispiel Jack-Russell-Terrier oder Chihuahuas, die in Millich auch mit von der Partie sind.

Quelle: RP
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