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Hückelhoven
Gebrauchte Fahrräder: Vorsicht ist geboten

Hückelhoven. Es muss nicht unbedingt ein nagelneues Fahrrad sein, es gibt auch gute gebrauchte Räder. Doch die sollten begutachtet werden. Von Anke Backhaus

Seit sage und schreibe 58 Jahren dreht sich bei ihm alles ums Fahrrad. Gerade 73 Jahre alt geworden, denkt Fachhändler Konrad Huff, der sein Geschäft Zweirad Huff seit mittlerweile 23 Jahren am Standort Hückelhoven an der Dr. Ruben-Straße 10 betreibt, noch lange nicht ans Aufhören. Er kennt sich wie kaum ein anderer in der Branche aus. Und weiß, dass sie sich gewandelt hat.

Natürlich, so unterstreicht Experte Huff, sei das Fahrrad nach wie vor ein beliebtes Fortbewegungsmittel für Menschen. Vor allem in der Freizeit sind ausgedehnte Radtouren nach wie vor sehr beliebt. Dass das eigene Fahrrad dabei gut in Schuss sein muss, versteht sich eigentlich von selbst.

Wer sich ein neues Fahrrad zulegen will, muss nicht unbedingt auf ein nagelneues Fahrrad zurückgreifen. Beliebt ist es nämlich auch, sich nach gebrauchten Fahrrädern umzusehen - für viele auch eine Kostenfrage. Konrad Huff hat in seiner langen Laufbahn als Inhaber seines Geschäfts viele Erfahrungen gemacht und weiß, worauf potenzielle Käufer von gebrauchten Fahrrädern achten sollten. "Man sollte ungefähr 100 bis 200 Euro kalkulieren, wenn man plant, ein gebrauchtes Fahrrad anzuschaffen. Grundsätzlich gilt: Wer ein gebrauchtes Fahrrad sucht, der sucht in aller Regel ein kostengünstiges Fahrrad", erläutert Konrad Huff. Und dann, so Huff weiter im Gespräch mit unserer Redaktion, gehe es vor allem darum zu sehen, in welchem Zustand sich ein vermeintlich günstiges Gebrauchtrad befindet. Einige kleine Tipps sollen helfen, damit auch der Laie schnell erkennt, ob es lohnt, das gewünschte und günstige Fahrrad zu kaufen. Denn: Was auf den ersten Blick gut aussieht, kann sich schlimmstenfalls als doch sehr teuer herausstellen, wenn das Rad nämlich mit verhältnismäßig hohem Aufwand auf Vordermann gebracht werden muss. "Unterm Strich hätte sich für den Kunden dann doch die Anschaffung eines neuen Fahrrades gelohnt. Das habe ich auch schon oft genug gesehen."

Zunächst, findet Fachhändler Konrad Huff, müsse man sich vom Verkäufer sagen lassen, wie alt das Fahrrad bereits ist. "Dann muss sich der Blick auf die Bereifung des Fahrrades richten. Sind die Reifen spröde? Ja oder nein? Bei den Reifen gilt: Spröde werden sie nicht vom langen Laufen, sondern vom dauerhaften Herumstehen", rät Konrad Huff. Dann sollte auch die Schaltung funktionstüchtig sein, das Licht und die Bremsen - nur, um die wichtigsten Aspekte zu nennen. "Unterm Strich geht es ja darum, dass die Leute mit einem verkehrssicheren Fahrrad auf der Straße unterwegs sind. Der Zustand eines Fahrrades muss der Straßenverkehrsordnung entsprechen."

Sein über die vielen Jahrzehnte geschultes Auge erkennt allerdings im Alltag, dass seiner Auffassung nach erschreckend viele Fahrräder in eher schlechterem Zustand und damit eben nicht verkehrssicher unterwegs sind. Konrad Huff weiß auch, warum das so ist: "Die Leute wollen ja Geld sparen. Sie vergleichen dann die Preise im Fachhandel mit denen in Geschäften, wo sie ihr Zubehör vermeintlich billiger erstehen können."

Wie er sagt, fehlt dem Fachhandel wie seinem das so genannte Thekengeschäft - damit spricht Konrad Huff Waren wie Fahrradklingeln, Tachos, Schlösser und weitere Dinge an, die das Fahrrad schließlich benötigt.

Quelle: RP
 
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