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Hückelhoven
Gedanken über das eigene Leben

Hückelhoven. 150 Mädchen und Jungen der Peter-Jordan-Förderschule Hückelhoven nahmen an einer Religions-Projektwoche teil. Sie dachten über Gemeinsamkeiten und Trennendes im Leben nach, über Ziele und ihre Wünsche an die Zukunft. Von Daniela Giess

Einen Schulabschluss schaffen. Den Führerschein machen. Eine eigene Familie gründen. Rund 150 Mädchen und Jungen der Peter-Jordan-Förderschule machten sich im Rahmen der Religionsprojektwoche Gedanken über das eigene Leben, Wünsche und Ziele für die Zukunft, ihren individuellen Weg.

In 13 Gruppen - die 13 Klassenverbände blieben diesmal bestehen - beschäftigten sich die Hückelhovener Förderschüler drei Tage lang mit drei Leitfragen: "Mein Leben - Dein Leben, Was vereint uns, was trennt uns?", "Meine Ziele - meine Pläne" und "Ein wertvolles Leben führen". Zum ersten Leitgedanken erarbeiteten die Kinder und Jugendlichen eigene Lebensweg-Darstellungen, befassten sich zusätzlich mit dem aktuellen Thema "Leben auf der Flucht". Hierzu empfingen die Schüler einen Referenten aus dem Iran, der seine Heimat verlassen musste, weil er an seinem Glauben festhalten wollte. Der Mann, der lieber anonym bleiben möchte, beschrieb seine abenteuerliche Flucht.

"An unserer Schule haben die meisten einen Migrationshintergrund", machte Kornelia Klösges aus dem Vorbereitungsteam deutlich. Nach den drei Projekttagen seien Vorurteile abgebaut worden. "Unseren Schülern ist es sehr wichtig, in Frieden zu leben." Zusätzlich setzten sich die Projektteilnehmer mit Idolen und Vorbildern auseinander, zum Beispiel Mutter Teresa und Albert Schweitzer. Beim Erarbeiten der eigenen Ziele und Pläne gingen die Mädchen und Jungen unter anderem der Frage nach, welche Wünsche sie für ihr eigenes Leben haben, wie wichtig ihnen Geld und ein eigenes Auto sind, welche Lebensziele sie verfolgen. Vor allem die eigene Familie spiele eine große Rolle, berichtete Kornelia Klösges. Im dritten Themenabschnitt besprachen die Teilnehmer, welche Vorgänge, Erkenntnisse oder Ereignisse das eigene Leben bereichern könnten. Ob es Werte im eigenen Leben gibt, die nicht nur materieller Art sind. Und was dem Leben einen Sinn gibt. Mit den Ergebnissen bestückten sie einen großen Lebensbaum aus Sperrholz, der im Aula-Foyer der Förderschule dauerhaft seinen Platz finden wird. Auf dem Stamm, Blättern und Früchten aus Pappe hatten sie ihre Antworten festgehalten.

Bei einem "Museumsrundgang" stellten die beteiligten 13 Klassen ihre Arbeitsergebnisse vor. Als lebendige Erinnerung an die Projekttage, die an der Peter-Jordan-Förderschule zwei Mal im Jahr das Unterrichtsfach Religion ersetzen, stiftete die Baumschule Morjan einen Apfelbaum, den die Schüler gestern zum Abschluss einpflanzten.

Quelle: RP
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