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Geheimnis um Verlobung oder Eine Braut zu viel

Erkelenz. Die Baaler Bürgerbühne probt für ihr neues Stück. Mitglied Sonja Buchholz spielt die Reporterin und führt ein Gespräch mit den "Stars".

BAAL (RP) Die Theaterfreunde Baaler Bürgerbühne freuen sich schon darauf, dem Publikum im September ihr neues Theaterstück "Eine Braut zu viel" von Wolfgang Binder präsentieren zu können. Worum geht's? Sascha Börnsen und Lena Lipschütz haben sich vor sechs Wochen kennengelernt, Hals über Kopf ineinander verliebt und beschlossen, so schnell wie möglich zu heiraten. Als "Gag" wollen sie das familiäre Kennenlernen erst am Tage der Hochzeit stattfinden lassen. Beide haben nur noch ihren Vater, und sowohl Gregor Börnsen als auch Christoph Lipschütz kennen ihre zukünftigen Schwiegerkinder also noch nicht. Unmittelbar vor der standesamtlichen Trauung tauchen Olga Krimskowja und ihre Tochter Elena auf, die schriftlich belegen können, dass Sascha bereits vor einiger Zeit Elena die Ehe versprochen hat. Verwicklungen nehmen ihren Lauf. Die für ihre seriöse Berichterstattung bekannte Lokalreporterin Annika Sanders der "Theaterzeitung Baaler Nachrichten" (diese Rolle spielt Sonja Buchholz) hat für unsere Redaktion einige Akteure des neuen Theaterstücks der Baaler Bürgerbühne interviewt.

Herr Börnsen jun., ist es richtig, dass Sie Ihrer Familie Ihre Verlobte noch nicht vorgestellt haben, obwohl Sie schon bald heiraten? (Ob die superhässlich ist? - Anm. d. Red.)

Sascha Börnsen Ja, das stimmt. Meine Lena und ich hatten die spontane Idee, alles bis zur letzten Minute geheimzuhalten.

Also bis zum Standesamt? (Mit der stimmt definitiv irgendwas nicht! - Anm. d. Red.) Wie lange kennen Sie sich?

Sascha Börnsen Immerhin schon seit sechs Wochen.

Was? Erst seit sechs Wochen? (Sind die bekloppt? - Anm. d. Red.) Was sagt denn eigentlich Ihre Familie dazu?

Gregor Börnsen Also, was mein Sohn sich da erlaubt hat, ist wieder mal unmöglich! Nicht nur, dass er Arzt geworden ist, anstatt in meine Fleisch- und Wurstwarenfabrik einzusteigen, nein, jetzt holt er auch noch eine wildfremde Frau ins Haus. Wer weiß, warum er uns diese Lena bisher vorenthalten hat!

Georg Börnsen Nun mach aber mal halblang, Papa!

Hannelore Kieckbusch Ruhe, Ihr beiden!

Frau Kieckbusch, Sie sind ja schon seit ... eigentlich immer schon die Haushälterin im Hause Börnsen. Was sagen Sie denn zu diesen heimlichen Hochzeitsvorbereitungen? (Man munkelt ja, sie hätte mehr zu sagen als der alte Börnsen! - Anm. d. Red.)

Kieckbusch Also wissen Sie, eine Hannelore Kieckbusch bringt so leicht nichts aus der Ruhe. Unter uns gesagt, bis jetzt lief hier im Haus immer alles so, wie ich will ... bis jetzt. Was der Junge sich dabei nur gedacht hat. Solche Heimlichkeiten können doch auch schnell mal zu Verwechslungen führen. Ich meine, es könnte ja praktisch jeder diese Lena sein, sogar Sie!

Ich? (Mit dem Typen? - Nee! - Anm. d. Red.)

Gregor Börnsen Um Gottes Willen! Frau Kieckbusch hat Recht!

Hannelore Kieckbusch Natürlich, ich habe immer Recht!

Gregor Börnsen Jede Frau könnte Lena sein. Vielleicht ist sie sogar dieses fürchterliche Weibsbild aus dem Stadtrat, die mir immer das Leben schwermacht. Das wird mein politischer Untergang! (Unsere Leser hätten ihre Freude daran! - die Red.)

Sascha Börnsen: Was musstest du auch noch in die Politik gehen? Du hättest ja seriös bleiben können!

Tja, ich würde sagen, wir lassen uns überraschen, wer sich denn in Wirklichkeit als Lena entpuppt, und wer vielleicht noch alles für die Braut gehalten wird, bis es dann soweit ist und das Geheimnis gelüftet wird. Ich wünsche Ihnen eine schöne Hochzeit, Herr Börnsen jun., und Ihrer wunderbaren Familie alles Gute für die Zukunft! (Was für eine "nette" Familie. Die würde ich meinem Verlobten auch lieber vorenthalten, bis es zu spät ist! - Anm. d. Red.) Ich danke Ihnen für dieses Interview.

Quelle: RP
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