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Hückelhoven
"Große Plage" an der Gesamtschule

Hückelhoven: "Große Plage" an der Gesamtschule
Das Theaterensemble: In monatelanger Arbeit schrieben die Schüler Szenen, erarbeiteten Choreographien, lernten Texte und setzten sich mit ihren Rollen auseinander. FOTO: GESAMTSCHULE
Hückelhoven. Leonardo da Vinci Schüler feiern Premiere ihres Theaterstücks mit selbst geschriebenen Szenen.

"Ich bin stolz, mit diesem lustigen Haufen Menschen auftreten zu dürfen," ruft Melina (13) begeistert. Ihre Freundin Lena schlüpft in ihren bunten Tüllrock, den sie mit ihrer Schwester in stundenlanger Arbeit zu Hause entworfen hat. Gleich müssen die beiden wieder auf die Bühne. Es läuft die zweite Szene des Theaterstückes "Die große Plage", aufgeführt im Forum der Leonardo da Vinci Gesamtschule von etwa 30 Schülerinnen und Schülern des achten Jahrgangs. Die Akteure wählten in der sechsten Klasse das Fach Darstellen und Gestalten. Nun zeigten sie, was sie im Bereich Körper-, Wort- und Bildsprache gelernt haben.

Die selbst geschriebenen Szenen folgen einer Vorlage des gleichnamigen Stückes von Hans-Peter Tiemann. Die gestressten Eltern können ihre anstrengenden Kinder nicht länger ertragen und wollen sie kurzerhand loswerden. Statt eines Rattenfängers wird ein Kinderfänger engagiert, der die lieben Kleinen mit Süßigkeiten aus der Stadt lockt. Erst fühlen sich die Erwachsenen von der Plage befreit, merken jedoch schnell, dass sie nun etwas anderes plagt: die Sehnsucht nach ihren Kindern. "Die Schüler erhalten gleichermaßen einen Einblick in die Arbeit eines Schauspielers wie auch eines Autors oder Regisseurs," erklärte Martina Simmler, die auf lange Erfahrung im Fach Darstellen und Gestalten zurückblickt.

Mit Kollegin Karima Rösgen entschied sie sich, das Projekt in die Wege zu leiten. Mit Hilfe des Kollegen Carsten Koch wurde aus der Idee schnell Wirklichkeit. Seine Backstage-AG aus Mädchen und Jungen der Klassen 5-7 entwickelte ein Bühnenbild zur Vorlage. Insgesamt wurden 30 Meter Tüll, rund 100 Tanzschritte, 400 Repliken und mehr als 70 Stunden Arbeitszeit aufgewendet. Das würdigte das Publikum mit großem Applaus. Eltern und Lehrer zeigten sich begeistert über das professionelle Auftreten der Schüler.

Quelle: RP
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