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Hückelhoven
Grundstein für Projekt in Canzo gelegt

Hückelhoven: Grundstein für Projekt in Canzo gelegt
Koordinatorin Meryem Cicek (li.) und die Erasmuslehrkräfte Stephanie Meisen, Maren Henke und Benjamin Forg von der Gesamtschule Ratheim trafen sich mit Delegationen anderer Länder. Sie besuchten auch den mailänder Dom. FOTO: SCHULE
Hückelhoven. "A child is a world" - Neues Erasmusprojekt an der Leonardo da Vinci Gesamtschule Hückelhoven.

Nachdem die Gesamtschule im vergangenen Schuljahr das Erasmusprojekt "Share play" sehr erfolgreich abgeschlossen hat, ging es im neuen Schuljahr sofort in die nächste Runde. Bis ins Jahr 2018 nimmt die Gesamtschule am neuen Projekt "a child is a world" teil. Und das Logo des internationalen Austauschs kommt aus Ratheim: Schülerin Eda Sezgin (Klasse 7a) hat ein Baby gezeichnet, getragen von einer Hand im Weltraum. Insgesamt machen bei dem von der Europäischen Union finanzierten Projekt sieben Länder mit - neben Deutschland auch Italien, Türkei, Bulgarien, Lettland, Polen und Rumänien.

Koordinatorin Meryem Cicek hatte sich für die Schule für ein weiteres Erasmusprojekt beworben und den Zuschlag erhalten. Die Gesamtschüler sind sehr glücklich über das neue Projekt, denn so können sie kostenlos in die Teilnehmerländer reisen. Dort erhalten sie authentischen Einblick in das Schulleben, das regionale "echte" Leben und besuchen neben gängigen Sehenswürdigkeiten auch kulturelle Highlights, die ansonsten eher Einheimischen vorbehalten bleiben.

Voraussetzung für eine Schülerteilnahme ist ein vernünftiges Schulverhalten, gutes Englisch und die Teilnahme am begleiteten Erasmusunterricht an der Gesamtschule. Dort wird parallel zum Projekt der Austausch gepflegt, werden Projekte geplant und umgesetzt und die Reisen vor- und nachbereitet. "Wir möchten mit dem Erasmusprogramm an unserer Schule Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben, fremde Länder und Kulturen im europäischen Raum kennenzulernen. Vor allem möchten wir den Schülerinnen und Schülern, die sich eine solche Reise von Haus aus nicht leisten können, eine Teilnahme ermöglichen. Aber auch in der Schule engagierte Schülerinnen und Schüler sollen mitfahren, so können wir im Besonderen belohnen", erklärte Schulleiter Georg Schiefelbein.

Das neue Projekt "a child is a world" bezieht sich inhaltlich vor allem auf den Gedanken der Inklusion an Schulen. Nicht nur in Deutschland ist Inklusion an Schulen eine große Herausforderung, sondern in allen europäischen Ländern. "Vom gemeinsamen Austausch mit den Partnerländern kann man nur profitierten", findet Erasmuslehrer Benjamin Forg.

Einen ersten Austausch zum Projektstart in Italien führten für die Gesamtschule die Koordinatorin Meryem Cicek und die Erasmuslehrkräfte Stephanie Meisen, Maren Henke und Benjamin Forg durch. Sie reisten kürzlich ins nördliche Italien in den Ort Canzo. Dort trafen sie auf die Erasmuslehrer der Partnerländer und legten den Grundstein für das neue Projekt. Sehr erfreulich für Hückelhoven: In der ersten Arbeitssitzung ist der Logovorschlag der Gesamtschule Hückelhoven zum Projektlogo gewählt worden ist. Das Bild der Schülerin Eda Sezgin (Klasse 7a) mit dem Baby in einer Hand im Weltraum setzte sich gegenüber 25 anderen Logovorschlägen der Partnerländer durch, nachdem es den schulinternen Wettbewerb schon gewonnen hatte. Das Original wird derzeit in der türkischen Partnerschule ausgestellt.

Stephanie Meisen präsentierte den Delegationen das Schulsystem der Gesamtschule und stellte die Leonardo da Vinci Gesamtschule mit all ihren Facetten vor. Dies kam sehr gut an und man stellte fest, dass sich die Partnerländer in vielen Bereichen ein gutes Beispiel an der Gesamtschule nehmen können. Auch die Ratheimer konnten viel von ihren Partnern lernen und vor allem staunen. Jeder der italienischen Klassenräume war mit WLAN und einem Smart-Board ausgestattet. "Das sind traumhafte Arbeitsverhältnisse und vor allem effizient im Hinblick auf die Schulung der Medienkompetenz bei Schülern und Lehrern", resümierte Maren Henke.

Im Verlauf der Woche wurde viel gearbeitet, aber auch Sehenswürdigkeiten wurden besucht wie der Mailänder Dom oder die Lagunenstadt Venedig. Für das Erasmusteam der Gesamtschule war ein großes Highlight die gelebte Partnerschaftlichkeit mit den europäischen Freunden und natürlich auch das hervorragende italienische Essen.

Quelle: RP
 
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