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HÜckelhoven/Aachen
Hoch auf dem Dom zu Aachen

HÜckelhoven/Aachen: Hoch auf dem Dom zu Aachen
Auch auf engem Raum auf dem Dach der gotischen Chorhalle des Aachener Doms war Platz für ein Selfie. FOTO: Spichartz
HÜckelhoven/Aachen. Kunstverein Canthe auf Exkursion in der Kaiserstadt. Sachkundige Führer brachten den Besuchern Dom und Schatzkammer nahe.

Da wurde der Name "Hoher Dom zu Aachen" wörtlich genommen: Knapp 50 Mitglieder und Freunde des Hückelhovener Kunstvereins Canthe fanden sich im Verlauf einer fast dreistündigen Führung durch das Weltkulturerbe hoch oben im Turm und auf dem Dach der gotischen Chorhalle in 35 Metern Höhe wieder.

Canthe-Vorstandsmitglied Dr. Jürgen Legewie hatte die Tour organisiert, die ein wenig ein Heimspiel war, hatte er als Kind doch selbst die Domsingschule besucht.

Von daher wunderte es auch nicht, dass die Hückelhovener Reisegruppe von Gerhard Dünnwald begrüßt wurde, der langjähriger Leiter der Domsingschule und damit Legewies "Chef" war. Der inzwischen pensionierte Pädagoge übernahm auch eine der beiden Führungsgruppen, für die zweite Gruppe hatte sich der ehemalige Verwaltungsleiter des Domkapitels, Dieter Gahn, zur Verfügung gestellt - beide erwiesen sich als exzellente Kenner des 1200 Jahre alten Oktogons, dessen Geschichte und liturgischen Stellung und Bedeutung sowie der ab 1355 angebauten Chorhalle.

Start war in der Domschatzkammer, die Exponate höchster Werte beherbergt, die auch aus der Tatsache herrühren, dass der Dom 600 Jahre lang, bis 1531, Krönungskirche der römisch-deutschen Könige war, die herausragende Geschenke hinterließen. Die Schätze, ebenfalls Weltkulturerbe, reichen von der Antike bis in die Zeit der Gotik, darunter die Karlsbüste, ein Armreliquiar Karls, Evangeliare und wertvolle Gewänder.

In zahlreichen Details wurden die verschiedenen Räume und Abteilungen des Doms vorgestellt, auch solche, zu denen nur die beiden Führer die "Schlüsselgewalt" hatten. Für die Hückelhovener hat der Aachener Hohe Dom insofern eine besondere Bedeutung, als dass Hückelhovener Bergleute im Kampf um den Erhalt der Zeche Sophia-Jacoba im November 1991 in einer spektakulären Aktion in ihm übernachteten. Die Bedeutung sakraler Bauelemente, kleine Geheimnisse im Verborgenen - mit feinem Humor wurde die Domführung zu einer kurzweiligen Angelegenheit.

Mit einer Fülle von Informationen und Erkenntnissen verließ man die ehrwürdigen Mauern mit Dank an die beiden Führer, die wiederum Freude an der intensiven Aufmerksamkeit der Canthe-Reisegruppe äußerten.

(isp)
 
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