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Hückelhoven
Im Rurauen-Reich der Fabelwesen

Hückelhoven: Im Rurauen-Reich der Fabelwesen
Sechs spannende Tage erlebten die Kinder auf dem Jugendzeltplatz in Brachelen. Am morgigen Sonntag reisen sie ab. FOTO: UWE HELDENS
Hückelhoven. Als Feen, Einhörner, Drachen oder Phönixe erlebten 72 Kinder und ihre Betreuer im Zeltlager fantasievolle spannende Tage. Kristallisationspunkte des DRK organisierten erstmals das Ferienangebot. Von Nicole Peters

Auf dem hügeligen Gelände des Zeltplatzes "Ruraue" herrscht ein fröhliches Treiben. Die Sonne lugt immer wieder zwischen den Wolken hervor und beschert den 72 Kindern sowie den Gruppenleitern und Betreuern beste Voraussetzungen für gelungene Aktionen.

Es ist der zweite von sechs Tagen des Zeltlagers, das die "Kristallisationspunkte gegen Armut durch Integration" (KAI) Heinsberg und Hückelhoven vom DRK-Kreisverband erstmals anbieten. "Zauberwelten" lautet das Motto - so sind zauberhafte Wesen anzutreffen. Nach Turnieren in Fußball, Volleyball oder Basketball sind alle zur Olympiade angetreten. Schubkarre laufen ist absolviert, es geht ans Sackhüpfen. In Zweierteams treten die Gruppen gegeneinander an und schicken den jeweiligen Partner auf halber Strecke auf den Weg. Lautes Anfeuern und Rufen begleitet die sportlichen Einsätze, die den jungen Fabelwesen einiges abverlangen. Auch einige der vier Gruppenleiter und 16 Betreuer beweisen, zu welchem Tempo sie trotz eingeengter Bewegungsfreiheit der Beine fähig sind. Nach dieser Disziplin liegen die Feen knapp vorn. In der Pause geben die KAI-Leiterinnen Gülsen Litherland (Heinsberg) und Julie Ilner (Hückelhoven) Einblick in die Vorbereitungen. Ehrenamtliche und Mitarbeiter hätten eine "Juleika"-Schulung (Jugendleiter-Card) durchlaufen. Wochenlang sei an Kostümen für die Schnitzeljagd gebastelt worden.

"Für uns ist es ein Lernprozess", beschreibt Litherland die Einstellung zur Premiere, "wir werden im Anschluss überlegen, was man noch besser machen kann." Das Zeltlager richten sie als Brückenbauertage aus, um die Kinder auf das DRK aufmerksam zu machen und in ihnen eventuell künftige Helfer zu finden, fügte Ilner an. Finanzielle Unterstützung erhielten die Teilnehmer unter anderem in Form von T-Shirts, Trinkflaschen, Taschen, Kappen und mehr. Decken sowie zusätzliche Zelte steuerten die DRK-Einsatzeinheiten des Katastrophenschutzes aus Kirchhoven und Erkelenz bei. Die Verschnaufzeit nutzen die Feen Celine (14), Loreen (12) und Mariella (11). "Mein Eindruck ist sehr gut", meint Celine, "die Gruppen sind sehr gut gemischt und ich habe ein paar Leute, die ich kenne." Zudem sei der Zusammenhalt groß, die abwechselnde Beteiligung innerhalb der Gruppe gut und es sei schön, neue Freunde zu finden. "Auch finde ich es gut, dass sich alle an die Regeln halten und alle fair sind." Mariella gefällt es, dass die Aktionen ungezwungen ohne Druck von den Betreuern ablaufen. Und: "Wir haben immer Vertrauenspersonen, an die wir uns wenden können und die uns alles erklärt haben", bekräftigen die drei. Nachdem das Eierlaufen erfolgreich über die Bühne gegangen ist, demonstriert Betreuer Franz-Josef Schippers mit einem spektakulär weiten Ballwurf, wie es mit der nächsten Disziplin weitergeht. Er kommt aus Gangelt-Birgden, wo in diesem Jahr die Ferienspiele ausgefallen sind. Diese Lücke hatte das DRK geschlossen, indem es zur Unterhaltung von Kindern im Kreis Heinsberg genau in dieser Zeit das Zeltlager als eigenes Angebot auf die Beine stellte. Neben einer Einführung in Erste Hilfe sind ein Ausflug, eine Schnitzeljagd, ein Zauberjahrmarkt und Diskoabend mit Besuch von Zauberer und Märchenerzählerin an den anderen Tagen geplant.

Quelle: RP
 
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