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Hückelhoven
In Breteuil dominiert der Front National

Hückelhoven. Blick auf die Regionalwahlen in den französischen Partnerstädten: Hückelhovens Partnerstadt auf Rechtskurs. In Pontorson (Wassenberg) und St. James (Erkelenz) setzen sich die Konservativen durch. Von Willi Spichartz

/ Wassenberg / Erkelenz Auch bei einer erheblich gesteigerten Wählerzahl im zweiten Durchgang der Regionalwahl in Hückelhovens Partnerstadt Breteuil sur Iton setzte sich wie im ersten Wahlgang der rechtsextreme Front National (FN) mit Listenführer Nicolas Bay, gegenüber den Kandidaten der Liste der Konservativen, LUD, Listenführer Hervé Morin, und der linken Liste LUG, mit Spitzenkandidat Nicolas Mayer-Rossignol, durch. Der FN erhielt 458 der abgegebenen gültigen Stimmen, 41 Prozent, die LUD 391, 35 Prozent, LUG 266 oder knapp 24 Prozent.

In Wassenbergs Partnerstadt Pontorson im Departement Manche wie auch in der Erkelenzer Partnerstadt St. James, ebenfalls Manche, setzte sich dagegen die LUD vor der LUG und dem FN durch.

Alle drei Partnerstädte gehören ab dem 1. Januar 2016 der aus den bisherigen Regionen Haute und Basse Normandie (Ober-, Unter-Normandie) zusammengefügten Region Normandie an, Breteuil gehörte allein zur Haute Normandie, deren Hauptstadt Rouen auch die Kapitale der Vereinigten Regionen wird.

Der Trend zu immer geringeren Wahlbeteiligungen in Frankreich zeigte sich auch bei dieser Wahl. Knapp 48 Prozent der Wähler waren in Breteuil im ersten Wahlgang am 6. Dezember an die Urnen des Städtchens am Flüsschen Iton gegangen, von 2020 Wahlberechtigten waren 968 gültige Zettel ausgezählt worden. Der FN hatte 388 Stimmen oder 40,8 Prozent erreicht, die LUD 248, 25,62 Prozent, und die LUG 157 oder 16,22 Prozent. Da niemand 50 oder mehr Prozent hatte, war Stichwahl angesagt.

Beim zweiten Wahlgang am letzten Sonntag gingen 1150 Wahlberechtigte an die Urnen, gültig waren 1115 oder 55,22 Prozent. Der FN konnte sich um 70 Stimmen steigern, LUD um 143 und LUG um 109.

In Pontorson konnte die Wahlbeteiligung von 46,9 auf 56,61 Prozent gesteigert werden, in Stimmen von 1310 auf 1581 bei 2793 Wahlberechtigten. Vom ersten auf den zweiten Wahlgang machte die LUD einen Satz um 292 Stimmen auf 705, die LUG überholte den im ersten Wahlgang vor ihm liegenden FN mit 175 Stimmen Steigerung auf 454, während der FN um 77 Stimmen auf 422 zulegen konnte.

Auch in St. James, der Erkelenzer Partnerkommune überholte die Linke die extrem Rechte, indem sie ihre Wählerzahl auf 318 verdoppeln konnte, während diese nur 50 dazugewann. Unangefochten mit dem zweitbesten Zugewinn von 174 Stimmen die LUD, die mit 49,57 Prozent ganz knapp eine absolute Mehrheit verfehlte, die in den drei Partnerstädten auch sie nicht erringen konnte.

Quelle: RP
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