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Hückelhoven
Jecke Welt über und unter Wasser

Tulpensonntagszug in Hückelhoven-Ratheim
Tulpensonntagszug in Hückelhoven-Ratheim FOTO: Laaser, Jürgen
Hückelhoven. Ratheim steht Kopf, wenn am Tulpensonntag die Narren durch den Hückelhovener Stadtteil ziehen. Auch gestern sorgte wieder eine bunt-fantastische Vielfalt an Kostümierten und Wagen für gute Laune beim Narrenvolk am Wegesrand. Von Daniela Giess

Pünktlich um 13.11 Uhr griff Ramona Fister, die Sitzungspräsidentin der Ratheimer KG All onger eene Hoot, zum Mikro. "Es geht los, unser 39. Tulpensonntagszug", verkündete sie gut gelaunt von ihrem Aussichtspunkt auf dem Prinzenwagen der grün-weißen Gesellschaft.

Ein paar Wetterkapriolen mussten die Teilnehmer des traditionellen närrischen Lindwurms in Kauf nehmen. Gegen die Regengüsse und die starken Windböen hatten sich Ihre Lieblichkeit Marianna und ihr Prinz Ingo (Ehepaar Junga) gewappnet. Die RKG-Narrenregenten und ihr Gefolge in schmucken slowenischen Bauerntrachten aus der Heimat der Ratheimer Prinzessin hatten transparente Regenmäntel dabei, die auch zum Einsatz kamen.

Jecke 1111 Mitwirkende verzeichnete Zugleiter Sven Grünter, der den langjährigen Verantwortlichen Peter Moll abgelöst hat. Grünter, der von Sitzungspräsidentin Ramona Fister persönlich begrüßt wurde, hatte ein neues Konzept erarbeitet, bei dem sich die Fußgruppen und Wagen im Reißverschlussverfahren aus Richtung Danziger Straße und Kleingladbach einfädelten.

Die Hobbymusiker des Fanfarencorps Rote Funken Würm eröffneten den rund anderthalb Kilometer langen Tulpensonntagszug, der sich auf einer Wegstrecke von etwa drei Kilometern durch Ratheim schlängelte. Zum ersten Mal mit von der Partie: die Eingliederungshilfe-Gruppen der Via Nobis, die als bunt kostümierte Clowns unter dem beziehungsreichen Motto "Gemeinsam stark, gemeinsam jeck" auf sich aufmerksam machten.

Farbenfrohe Einhörner aus Heinsberg, die 90-köpfige Karnevalstruppe "Crew of Madness" als Rockabillys der 1950er Jahre und Ex-Prinz-Markus Hellmich mit seiner Piraten-Crew, die auf ihrem Schiff sogar einen Galgen parat hatte, sorgten für viel Aufsehen in Ratheims Straßen. Doppel-Jubiläum feierten die "Kings for five Days" - 50 Jahre Dschungelbuch, seit zehn Jahren existiert die Gruppe.

Schneemann Olaf befand sich an Bord der "Frotteebomber", die sich dem Disney-Fantasyfilm "Die Eiskönigin" verschrieben hatten. Im gelben Ostfriesennerz und mit Gummistiefeln verkündeten die "Ratheimer Raketen": "Wir saufen ab". "Die jecken Helden" entführten in den Sherwood Forest, wo Robin Hood als König der Diebe gleich in mehrfacher Ausführung sein Unwesen trieb.

Leicht bekleidete Mädchen und ihre Zuhälter (die Hetzerather Camper) lieferten einen interessanten Einblick in das Nachtleben auf der Hamburger Reeperbahn. "Die Unglaublichen" aus Porselen als Schlümpfe, die Gruppe "Wilde 13" mit dem Hippie-Motto "Flower Power" sowie die Ratheim-Neulinge "Von Freunden, mit Freunden, für Freunde" aus Übach-Palenberg, die als Nixen, Seepferdchen und Neptun in eine fantasievolle Unterwasserwelt entführten, begeisterten die zahlreichen Schaulustigen.

Waldgeister aus Geilenkirchen verteilten Tulpen als duftende Frühlingsboten, während "The Snapshot" aus Wassenberg ins Land der Pharaonen entführte. Auf ihrem rot-weißen Narrenschiff waren die Kindertollitäten der KG Roathemer Wenk, Joel und Alishia, unterwegs. Der Ratheimer Kegelclub "Eene is keene" lud in einen urigen Irish Pub ein. "Die krasse Herde" aus Kleingladbach hatte "Wickie und die starken Männer" als Motto gewählt. Als "Kinder vom Junkerberg hatte der FC Viktoria Doveren ein Highschool-Musical einstudiert.

Quelle: RP
 
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