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Hückelhoven
Kein Giftunfall, nur heiße Luft

Hückelhoven: Kein Giftunfall, nur heiße Luft
Am Anfang des langen Zuges hatte ein Kessel Verdacht erregt. Jedoch war keine Flüssigkeit ausgetreten. Die Feuerwehr hatte in der Umgebungsluft nichts Messbares gefunden - der Zug konnte fahren. FOTO: HELDENS
Hückelhoven. Wegen Güterzug mit Gefahrgut-Kesseln Strecke Rheydt-Lindern gesperrt.

Unfall mit gefährlichen Stoffen am Baaler Bahnhof? Die Bahnstrecke Aachen war am Donnerstag zwischen Rheydt Hbf und Lindern gesperrt. Am Ende Entwarnung - sprichwörtlich "heiße Luft": In einem leeren Kessel eines langen Güterzuges hatte sich Luft ausgedehnt und war zischend entwichen. Die mit großem Aufgebot angerückte Feuerwehr gab Entwarnung, um 12.50 Uhr war die Strecke frei für den Zugverkehr.

Züge aus Richtung Mönchengladbach fuhren bis Rheydt und endeten dort, aus Richtung Aachen war in Lindern Schluss - dazwischen pendelten Busse. Norbert Houben, Chef der Hückelhovener Feuerwehr, erklärte, die Sonne sei schuld gewesen. "Der Güterzug mit leeren Tankkesseln wurde abends im Bahnhof Baal abgestellt. Der Lokführer, der mittags wegfahren wollte, hörte an einem Überdruckventil ein Zischen und hat um 11.30 Uhr Alarm gegeben." An der Wand des Kessels wurden 40 Grad Celsius gemessen. Flüssigkeit (Styrol) war aber nicht ausgetreten. Im Einsatz waren 23 Kräfte der Feuerwehr Hückelhoven und des ABC-Zuges Kreis Heinsberg mit 13 Fahrzeugen, die Feuerwehr sperrte vorsorglich die Umgebung ab. Um 13 Uhr war Einsatzende. Feuerwehrchef Norbert Houben: "Zum Glück ist nichts passiert. Wenn es auch nur getropft hätte, wäre es gefährlich geworden."

(gala)
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