| 00.00 Uhr

Hückelhoven
Klettern an der Spitze der Himmelstreppe

Hückelhoven. Der Stadtjugendring als Arbeitsgemeinschaft der Hückelhovener Jugendverbände traf mit Aktion auf der Millicher Halde den Nerv der Jugendlichen. Hoch oben noch höher hinauf, war die Devise. Von Daniela Giess

Das Gleichgewicht halten, sich dabei konzentrieren, Ruhe bewahren: Sara Hasmanin hat schnell erkannt, worauf es beim Kistenklettern ankommt. Bei der kostenlosen Aktion für Jugendliche aus den Mitgliedsorganisationen des Hückelhovener Stadtjugendrings ist vor allem die Geschicklichkeit der jungen Teilnehmer gefragt. Sara, die in Houverath wohnt und in der evangelischen Jugendeinrichtung Das Nest in Ratheim als ehrenamtliche Betreuerin mithilft, versucht zum dritten Mal, möglichst viele Getränkekästen aufeinander zu stapeln. Die 13-Jährige trägt einen Schutzhelm, wird von Einsatzkräften des Technischen Hilfswerks (THW) an einem stabilen Seil gesichert.

"Klettern ist so toll. Das könnte ich jeden Tag machen", strahlt Sara. Thomas Meuter, Jugendleiter bei der evangelischen Kirche, ist sicher: Mit dieser Aktion zum Nulltarif auf der Millicher Halde haben die Organisatoren des Stadtjugendrings als Arbeitsgemeinschaft der örtlichen Jugendverbände genau den Nerv der Mädchen und Jungen getroffen. 30 Plastikkisten hat er bei Kaufland am Landabsatz geordert - gegen Pfand von 1,50 Euro pro Stück. "Die bringen wir nicht zurück, die behalten wir jetzt", verrät der Jugendleiter schmunzelnd. Denn Kistenklettern ist gefragt bei den Jugendlichen, die erstmal die lange Himmelstreppe bewältigen müssen, um an der beliebten Aussichtsplattform oben auf der Halde anzukommen.

Beim Kinderfest, das der Stadtjugendring ebenfalls auf der Halde organisierte, merkten Meuter und seine Kollegen schnell, dass das kostenlose Kistenklettern hoch oben auf dem bekannten Naherholungsziel ankommen würde bei den Jugendlichen. Auch Timo Farin, neuer Jugendleiter der ev. Kirche Hilfarth, packte mit an, sicherte die sportlichen Teilnehmer bei ihren Stapel-Versuchen in luftiger Höhe. "Die Beinlänge ist entscheidend", hat Thomas Meuter festgestellt. Er muss es wissen - beim Landessportbund ließ er sich zum Trekking- und Bergsportlehrtrainer ausbilden. Seine zusätzliche Qualifikation frischt er im Zweijahresrhythmus auf.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Hückelhoven: Klettern an der Spitze der Himmelstreppe


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.