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Hückelhoven
Kunst, die Gesellschaftsthemen mit einbezieht

Hückelhoven. Das Frauenzentrum organisierte wieder eine Ausstellung mit Arbeiten von Künstlerinnen aus der Stadt. Von Renate Resch-Rüffer

Das Frauenzentrum Hückelhoven stellte jetzt im Alten Rathaus Ratheim vielfältige Werke von Künstlerinnen der Stadt Hückelhoven dem Publikum vor.

In unterschiedlichster Form begegnen die künstlerischen Arbeiten den Besuchern. "Frauen helfen Frauen" ist das Motto des Frauenzentrums Hückelhoven, das die Frauen eint und in ihrem künstlerischen Interesse zusammenbringt. Modern ebenso wie gegenständlich sind die Bilder, die mit frischen Farbzusammenstellungen die Wände der Ausstellungsräume zieren. Mal mit kleinen Steinchen oder auch mit Sand erhalten Sie völlig unterschiedlichen Ausdruck.

"Wir freuen uns riesig, dass dieses Mal wieder einige neue Künstler dazugekommen sind", äußert sich Rita Zurmahr-Tabellion, Vorsitzende des Vereins Frauen-Zentrum. Die Arbeiten des kürzlich veranstalteten Malkurses sind ebenso Teil der Ausstellung. Ulrike Isenrath und Gaby Hellweg leiteten die interessierten Kunstschaffenden an, mit Farbpigmenten zu arbeiten und damit innere Bilder zum Ausdruck zu bringen.

Ulrike Isenrath stellt auch selbst Arbeiten von sich aus. Ihr Thema ist der Weltraum. Dunkle Tiefen lassen Formen und Strukturen anderer Galaxien erahnen. "Mich fasziniert das Unbekannte und Unendliche, das Universum und der Kosmos". Mit ihrem Lebensgefährten Klaus Peter Breidbach gemeinsam zeigt sie Treibholzarbeiten mit Holzstücken, die sie im und am Rhein bei Königswinter gefunden haben. Diese Holzobjekte sind geschliffen, poliert und in ihrer natürlichen Form unterstützt und werden so aus Naturbestandteilen inszenierte Objekte. Ihr Atelier hat Ulrike Isenrath in Hückelhoven. Dort arbeitet die Betriebswirtin, Lehrerin und Künstlerin seit 1980.

Dragica Scherrers-Cox stellt zum ersten Mal ihre Arbeiten aus. "Schon früher habe ich gemalt", erzählt die Friseurmeisterin aus Hückelhoven, die sich gern in den Malkursen weiterentwickelt. Therese Radtke ist aktiv im Künstlerstammtisch Wassenberg und war dieses Jahr auch beim von Pro Arte veranstalteten "Kaleidoskop der Sinne" mit dabei. "Ich bin freischaffend und lasse mich einfach inspirieren", erklärt die Künstlerin. Gabriele Geiser ist Kunstpädagogin, auch sie stellt zum ersten Mal in diesem Rahmen aus, obwohl sie schon lang malt. Annette Honigs arbeitet schon einige Jahre künstlerisch. Auf Haus Hohenbusch und an der Kunstakademie in Mönchengladbach machte sie ihre künstlerische Ausbildung. Ausgestellt sind verschiedene Bilder von ihr, darunter einige Porträts.

Zu den Aufgaben des Vereins gehört, allen Anliegen von Frauen und Mädchen Raum und Ohr zu leihen, sie zu unterstützen und zu thematisieren. "Ich bemühe mich, hier einen Ort zu schaffen, an dem sich Frauen wohlfühlen und etwas Neues lernen", erklärt die Vorsitzende. "Wir möchten jedoch immer den gesellschaftspolitischen Aspekt miteinbeziehen." Die Arbeit des Vereins ist kein "Hobbyclub" - neue Initiativen werden entwickelt und neue Interessen gefördert. Zur Arbeit des Vereins gehört auch, das Frauenbild in Deutschland an die Menschen weiterzugeben, die sich jetzt gerade hier integrieren.

Quelle: RP
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