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Hückelhoven
Lebenshilfe-Kita soll 2018 fertig sein

Hückelhoven: Lebenshilfe-Kita soll 2018 fertig sein
Viel Gewusel beim Spatenstich für die neue Kindertagesstätte am Diebsweg in Ratheim mit unter anderen Edgar Johnen (Geschäftsführer Lebenshilfe Heinsberg), Architekt Josef Viethen und Bürgermeister Bernd Jansen. FOTO: Jürgen Laaser
Hückelhoven. In Ratheim baut die Lebenshilfe einen Kindergarten mit drei Gruppen für 60 behinderte und nicht behinderte Kinder in ruhiger Lage mit Blick auf Felder und die bewaldete Halde. Die ersten 40 Kinder sind in der Schule untergebracht. Von Gabi Laue

Den Kindergarten der Lebenshilfe Heinsberg in Ratheim gibt es schon - zwei Gruppen unter dem Dach der Grundschule Im Weidengrund. Jetzt braucht die Einrichtung für behinderte und nicht behinderte Kinder noch ein eigenes Haus. Und dafür ist hinter der Schule schon die Baugrube ausgehoben. Mit Kinderschubkarren und Schäufelchen halfen die Kleinen jetzt beim Ersten Spatenstich. Mit rund eineinhalb Jahren Verspätung baut die Lebenshilfe mit Unterstützung der Stadt Hückelhoven eine barrierefreie Kita in Passivbauweise. Sie soll 2018 fertig sein.

"Eigentlich wollten wir schon im Sommer 2016 den in Ratheim geplanten Neubau beziehen", erinnerte Lebenshilfe-Geschäftsführer Edgar Johnen. "Die Anmeldungen liefen, und zahlreiche Familien hatten ihre Kinder bereits für die neue Kindertagesstätte angemeldet." Doch das zuerst ins Auge gefasste Grundstück war für den Bau nicht geeignet. Weil Anmeldungen und inhaltliche Planungen aber schon weit fortgeschritten waren, setzte sich die Stadt Hückelhoven für eine Übergangslösung ein: ein großer Klassenraum im Erdgeschoss der Grundschule Im Weidengrund. Das war keine Notlösung, sondern ein Glücksgriff, ist Schulleiter Heiner Pöppl überzeugt: "Das war die beste Entscheidung. Es ist ein so harmonisches Miteinander." Auch die leitende Koordinatorin Michèle de Greef fühlt sich sehr willkommen. Die Schule und Privatpersonen hätten zur Begrüßung Spielsachen geschenkt. Und: "Wir können neben dem Klassenraum auch die Turnhalle benutzen und werden zu Feierlichkeiten eingeladen." Im Gegenzug besuchten 57 Kinder der offenen Ganztagsgrundschule das Apfelfest der Lebenshilfe in Heinsberg.

Jetzt haben die Bagger auf dem 5741 Quadratmeter großen Grundstück am Diebsweg gleich neben der Grundschule schon eine Grube in den Hang gegraben und Spundwände eingezogen, und die Kinder konnten mit Edgar Johnen, Geschäftsführer der Lebenshilfe Heinsberg, Architekt Josef Viethen und Bürgermeister Bernd Jansen zum Spaten greifen. Der von dem Erkelenzer Architekten Viethen geplante Winkel-Bau soll neben drei Gruppenräumen barrierefreie Therapieräume erhalten, wo die interdisziplinäre Frühförder- und Beratungsstelle der Lebenshilfe Heilpädagogik, Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie für Kinder mit Förderbedarf anbieten kann. "Das erspart den Familien zusätzliche Anfahrtswege, die koordinierte Zusammenarbeit unter einem Dach verringert Aufwand und Barrieren in der Förderplanung und garantiert eine effektive Zusammenarbeit zwischen Pädagogen und Therapeuten", erklärte Edgar Johnen. In der Mitte liegt eine Mehrzweckhalle für Spiel- und Sportangebote sowie Veranstaltungen, und ein großzügiges Foyer kann auch als Elterntreff dienen. Das Außengelände an den Feldern vor der Altmyhler Halde bietet auf 1130 Quadratmetern reichlich Platz zum Spielen und Lernen unter freiem Himmel. Angelegt werden ein großzügiger Innenhof mit Podium für Aktionen, große Außenterrassen, ein Kräutergarten und eine Obstwiese. Die Lage in unmittelbarer Nachbarschaft zur Grundschule sei ideal, unterstrich Johnen: "Letztendlich haben sich die anfänglichen Probleme in der Bauplanung, das Warten und Improvisieren gelohnt. Denn wenn der Neubau 2018 bezogen werden kann, fühlen wir uns in Ratheim schon zu Hause." Die enge Zusammenarbeit mit der Grundschule werde sich auch künftig positiv auf die Vorschulzeit der Kinder auswirken.

Quelle: RP
 
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