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Hückelhoven
Märchenbengel im Probenfieber

Hückelhoven: Märchenbengel im Probenfieber
Eltern spielen für ihre Kinder, heißt es bald wieder im katholischen Jugendheim Hückelhoven. Rolf Berghofen (vorne links) schlüpft in die Rolle des arglistigen Rumpelstilzchens. FOTO: JÜRGEN LAASER
Hückelhoven. Ach, wie gut, dass niemand weiß - und am Ende wird alles gut. Premiere ist am 27. November im Lambertus-Jugendheim. Von Daniela Giess

Er trägt Tunika und Kapuze, die Klampfe in der Hand: Als Sänger und Barde führt Jörg Kaminski kleine und große Zuschauer durch die Märchen-Aufführung Rumpelstilzchen. Die 14 Darsteller der Hückelhovener Märchenbengel stehen Ende des Monats mit dem Gebrüder-Grimm-Klassiker auf der Bühne des katholischen St. Lambertus-Jugendheims.

Der 42-jährige Ratheimer steuert neben selbst komponierter Musik auch eigene Texte zu der Aufführung bei und hat sichtlich Spaß an seiner Rolle. Immer mittwochs treffen sich die Hobbymimen, um das neue Stück zu proben. "Wir sind schon seit Anfang des Jahres damit beschäftigt", verrät Rolf Berghofen, der das Rumpelstilzchen mimt. Das aufbrausende Männlein aus dem Wald mit einem Tannenzapfen am Hut hilft der schönen Müllerstochter Marie (Janet Münchs), Stroh zu Gold zu spinnen. Als Gegenleistung verlangt der eigenartige Zwerg zunächst Schmuck, dann das erstgeborene Kind der jungen Frau, die den König (William Murphy) heiratet.

Nur wenn die Königin seinen Namen errät, darf sie den Säugling behalten, was ihr schließlich auch gelingt. Regie führt Gabi Aglan, die der Hückelhovener Theatergruppe seit vielen Jahren angehört und unter anderem schon in der Rolle des Schneewittchens begeisterte. "Die Lehre, die man aus dem Stück ziehen kann, ist, dass man sich nicht zulasten eines anderen einen Vorteil verschaffen sollte", hat sie festgestellt.

Hinter den Kulissen hat es einige Wechsel bei Darstellern und Helfern gegeben. "Aber wir haben diese Situation durch neue Besetzungen meistern können", verrät Rumpelstilzchen-Darsteller Rolf Berghofen. Und weiter: "Eine Situation konnten wir leider nicht meistern. Das war der Tod unseres wertvollen Mitspielers Wolfgang Lüttke. Ihn können wir nicht ersetzen." Als Ehrenmitglied bleibe Lüttke, der vielen noch als König Drosselbart in Erinnerung ist, "für immer in unserer Mitte". Angelika Strobel war über viele Jahre die Regisseurin der Märchenbengel - bis sie sich entschloss, mit ihrer Familie nach Norwegen auszuwandern. Ihre Aufgabe, eine geeignete Textvorlage für die Inszenierung zu schreiben, hat Birgit Cepeda übernommen. "Eine Fleißarbeit", sagt Regisseurin Gabi Aglan anerkennend. Die Wachen im Schloss des Königs, gemimt von Monika Schmidt und Martha Grüneberg, sollen an die Kölner Traditionsfiguren Tünnes und Schäl erinnern.

Für Mädchen und Jungen ab drei Jahren eignet sich die rund eineinhalbstündige Aufführung. Die Einnahmen sind bestimmt für das Lambertus-Jugendheim und den Kindergarten der Arbeiterwohlfahrt am Venner Hof in Ratheim. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Die Aufführungen finden im Jugendheim St. Lambertus statt am Freitag, 27. November, 17 Uhr, am Samstag, 28. November, 17 Uhr, sowie am Sonntag, 29. November, um 14 und um 17 Uhr.

Quelle: RP
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