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Hückelhoven
Manege frei für große Zirkuskunst

Hückelhoven: Manege frei für große Zirkuskunst
Lucile von "Ton sur Ton" (aus der Schweiz) bei ihrer Drahtseil- und Tuchakrobatik. FOTO: JÜRGEN LAASER
Hückelhoven. Bei der Abschlussgala des siebten Hückelhovener Zirkusfestivals zeigten die besten Nachwuchsartisten aus ganz Deutschland und der Schweiz ihr Können in der ausverkauften Manege. Pepperonis und Freunde im Scheinwerferlicht. Von Kathrin Boehme

Akrobatik am Trapez und Boden, mitreißende Choreographien mit dem Diabolo oder Action auf dem Trampolin - um große Zirkusartisten zu sehen, muss man nicht weit suchen: In Hückelhoven fand das siebte Zirkusfestival statt, zu dem Schülerinnen und Schüler aus Deutschland und sogar der Schweiz anreisten. Bei der Gala, dem Abschluss und Finale des Festivals, bewiesen die Nachwuchskünstler, dass sie professionellen Artisten in nichts nachstehen.

"Hier sind nur Gewinner", sagte Lehrerin Bianca Schiffer, die die Zirkus-AG Pepperoni des Gymnasiums Hückelhoven leitet, "es ist schwer zu sagen, wer von den Teilnehmern der Gala der beste ist, da alle Nummern so unterschiedlich sind." Von allen Anmeldungen, die das Auswahlteam des Gymnasiums schon im Frühjahr erhalten hatte, mussten die besten Auftritte für das Festival ausgewählt werden. Bei dem Wettbewerb dürfen eigentlich nur 15 Choreographien bei der abschließenden Gala mitmachen. Wie hoch das Niveau der Teilnehmer aber war, zeigte die Auftrittsanzahl der diesjährigen Gala: Da der vierköpfigen Jury die Auswahl so schwer gefallen war, nahmen sogar 18 Artisten in Gruppen oder allein teil.

Eine Choreographie, die es in die Gala geschafft hat, war beispielsweise die der sechsköpfigen Einradgruppe vom Zirkus Ratzfatz aus Bochum: Die Mädchen stellten als "Alice im Wunderland" verschiedene Bilder und Abfolgen auf dem Einrad dar und bewiesen in einer Abschlusspyramide auch ihr akrobatisches Können. Der Schweizer Zirkus Ton sur Ton machte mit Nummern, unter anderem am Drahtseil oder Akrobatik am Boden, schon zum zweiten Mal bei dem Zirkusfestival mit. Neu dabei war der Zirkus Confetti aus Villingen, dessen Artistinnen zum ersten Mal auch Antipoden präsentierten: Bei dem Soloauftritt wurden lange Stäbe und große Tücher auf den Füßen jongliert - einen Höhepunkt setzte die Künstlerin, als sie kurz vor Schluss mit Füßen und Händen gleich vier Tücher drehte. Aber auch vom Hückelhovener Gastgeber Zirkus Pepperoni haben es gleich drei Solokünstler in die Gala geschafft. "Insgesamt haben 177 Teilnehmer aus 15 verschiedenen Zirkussen teilgenommen", fasste Schiffer zusammen. Mitmachen durften nur Schülerinnen und Schüler, der Jahrgang oder das Alter waren egal. "Wir haben das Festival aber auch für Vereine geöffnet, da es aufgrund des G8-Systems schwieriger geworden ist, nur innerhalb der Schulen zu suchen", erklärte Bianca Schiffer. Bei dem Festival, das einmalig in Deutschland ist, wurde überall für echte Zirkusatmosphäre gesorgt: Besucher erhielten Popcorn und andere Süßigkeiten, und in dem großen Zelt der Familie Casselly sorgten zahlreiche Helfer, vor allem Schüler des Gymnasiums, für Musik und stimmungsvolle Moderation. Die Hauptattraktion waren aber natürlich die vielfältigen Auftritte der Nachwuchsartisten, die abschließend mit Sach- oder Auftrittspreisen bei bekannten Zirkussen für ihre fantastischen Auftritte belohnt wurden.

Quelle: RP
 
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