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Hückelhoven
Mehr Jugendliche bei Tagen in Breteuil

Hückelhoven: Mehr Jugendliche bei Tagen in Breteuil
Die Jugend belegte bevorzugt die Tanzfläche im städtischen Festsaal Breteuil, in dem zuvor das Diner eingenommen worden war. Konstantin Meurer stellte erfreut fest, dass die Zahl junger Teilnehmer aus beiden Städten steigt. FOTO: SPICHARTZ
Hückelhoven. Mitglieder des Vereins "Freunde von Breteuil" haben wieder vier Tage bei den französischen Partnern in der Normandie verbracht. Dabei beschworen beide Seiten den Frieden in Europa, den es zu bewahren gelte. Von Willi Spichartz

Auch eine Buspanne auf der Rückfahrt konnte die Erinnerung an vier Tage voller Erlebnisse mit den Partnern der Städtefreundschaft zwischen Hückelhoven und dem normannischen Breteuil nicht trüben. Organisiert wurde die Tour vom Verein "Freunde von Breteuil". Im "offiziellen" Teil des Festabends standen die Reden auch unter dem Eindruck der internationalen Gewaltsituation. Breteuils Bürgermeister Gérard Chéron: "Wir Europäer müssen fest zusammenhalten und einig sein, um den Frieden zu bewahren. Die Gefahren in der Welt sind groß!"

Hückelhovens Stellvertretender Bürgermeister Dieter Geitner stellte die persönlichen und offiziellen Beziehungen zwischen Hückelhoven und Breteuil auch als stabile Basis und Garanten für einen dauerhaften Frieden in Europa heraus. Er dankte den beiden "Komitees", den Vereinen "Freunde von Breteuil" und "Freunde von Hückelhoven", für ihre unermüdliche Basisarbeit, die jährlichen Besuche zu organisieren, immerhin sei erstmals eine Delegation aus Hückelhoven 1981 in das Städtchen gereist, das rund 110 Kilometer westlich von Paris in der Region Normandie und dem Departement Eure liegt.

Konstantin Meurer als Vorsitzender der "Freunde von Breteuil" und Claude Lempereur, Vorsitzender der "Freunde von Hückelhoven", betonten die in den vergangenen Jahren gewachsene Teilnahme von Jugendlichen beider Städte, die als Bürger in Zukunft die Städtepartnerschaften mit Leben erfüllen werden.

Bürgermeister Chéron (2. v.l.) erhielt von Dieter Geitner (l.) einen in Hilfarth geflochtenen Korb, über den sich (v. r.) Claude Lempereur, Dolmetscherin Gabriele von Krause und Tino Meurer freuen.

Rund 60 Freunde von Breteuil waren mit Bus und Pkw in die Partnerstadt gereist, darunter 15 Jugendliche, für die mit ihren französischen Partnern und Partnerinnen ein eigenes Programm vorbereitet war, die beim gemeinsamen Festabend für viel Bewegung auf der Tanzfläche sorgten. Herausgestellt wurde auch der Schüler- und Praktikantenaustausch zwischen beiden Städten.

Nach dem Anreisetag, traditionell der Feiertag Christi Himmelfahrt, steht jeweils der Freitag als Zeitpunkt eines gemeinsamen Ausflugs an, der diesmal in die rund 100 Kilometer nördlich gelegene Stadt Rouen führte, die man über Gruppenführungen näher kennen lernte. Eine Reihe bedeutender Bauwerke, so der Dom mit der breitesten Front eines Gotteshauses in Frankreich überhaupt, eine Abtei sowie eine Reihe von Häusern, die im typischen normannischen Fachwerkstil mit vorwiegend vertikalen Holzständern errichtet worden sind. Aber auch der Marktplatz war eindrucksvoll mit der Stelle, an der Jean d'Arc am 31. Mai 1431 als Ketzerin verbrannt worden war. Eine echte Attraktion ist das "Panorama XXL", ein Rundbau von 35 Metern Höhe, in dem derzeit auf der Innenwand faszinierend das Amazonas-Urwaldgebiet mit Licht- und Geräuschinstallationen lebensnah-faszinierend nachgestellt wird.

Den tagsüber freien Samstag nutzte man zu privaten Ausflügen etwa zur Atlantikküste - so zu der in Deutschland wenig bekannten mittelalterlichen Hafenstadt Honfleur an der Seine-Mündung gegenüber von Le Havre. Ein ebenfalls faszinierendes Ensemble, das am Wochenende von zehntausenden Franzosen besucht wird und viele attraktive Restaurants aufweist.

Quelle: RP
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