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Hückelhoven
Mitgerissen vom Discofieber

Hückelhoven: Mitgerissen vom Discofieber
Die Finaleszene des Musicals "saturday night fever", das am Samstag in Hückelhoven zu sehen war. FOTO: Renate Resch
Hückelhoven. 1977 wurde der Tanzfilm mit John Travolta ein Welthit. Das Musical "saturday night fever" lässt diese Zeit aufleben. Die 18-köpfige Tanzcrew nahm die Besucher in der Hückelhovener Aula am Samstag mit in die Disco-Welt von damals. Von Renate Resch

Hoch in die Luft und hinunter zur Hüfte und wieder hoch flitzt der Finger beim wohl ikonischsten Disco-Move aller Zeiten. Der damals noch unbekannte John Travolta besetzte die Hauptrolle im Tanzfilm "saturday night fever", der mit der Musik der Bee Gees einen weltweiten Tanzhype auslöste und ihm in der Rolle des Tony Manero zum Durchbruch verhalf.

Kurze Röcke, Palliettenglitzer und ausgestellte Hosen gehören untrennbar zum Stil der Zeit. Auch auf der Bühne der Hückelhovener Aula fehlt nicht die Discokugel, die kleine, tanzende Lichtflecke in den Raum schickt. Zur Musik der Bee Gees erleben die Zuschauer eine getanzte Geschichte in real anmutender Kulisse. Flexibel bespielbar, ändern sich die Orte mit drehbaren Elementen und gezielter Lichtführung. Der Soundtrack der Bee Gees "Night Fever", welcher der Gruppe das weltweit meistverkaufte Soundtrack-Album bescherte, wurde gefolgt von ebenso bekannten Songs wie "Stayin' Alive" oder "How deep is your love".

Die Musicalgeschichte spielt im New York der 1970er Jahre. Die Jugend versuchte, sich mit dem Entstehen der neuen Popkultur von der konservativen Welt ihrer Eltern abzulösen, ihre Ideale zu hinterfragen. Als Ausdruck der Zeit finden sich gesellschaftskritische Elemente in der Handlung des Stücks. Die Jugendlichen brechen aus ihrem hoffnungsfreien Alltag aus, indem sie an den Wochenenden die Nächte durchtanzen und ein lockeres Leben führen.

Tony Manera, der junge Italo-Amerikaner, arbeitet in einem Farbenladen der Vorstadt und trifft sich samstagabends mit seinen Freunden in der Disco "2001 Odyssey". Gerade 19 Jahre alt, träumt er von einer Zukunft an einem anderen Ort und an der Seite eines schönen Mädchens. Er möchte ein besseres Leben führen. Ausleben kann er diesen Traum jedoch vorerst lediglich auf der Tanzfläche und wird zum umjubelten Disco-Star. Im Tanzwettbewerb des "2001 Odyssey" sieht er seine große Chance. Die Teilnahme daran ist für ihn mit einigen Hindernissen und Rückschlägen verbunden, er möchte seine Traumfrau Stephanie Mangano dafür gewinnen, mit ihm an diesem Wettstreit teilzunehmen und dafür ausgiebig zu proben.

Die 18-köpfige Tanzcrew bringt das Feeling der Discozeit lebendig und bewegt zurück ins Hier und Jetzt. Die mitreißenden Formationen und Tanzszenen sind ausdrucksstark choreografiert - das Musical von Robert Stigwood und Bill Oakes ist gerade in einer neuen Version von Ryan McBryde auf einer Tournee des Frank-Serr-Showservice International. Paartanz mit akrobatischen Passagen aus Mambo, Cha-Cha, Samba und natürlich Disco-Fox sind abwechslungsreich und beeindruckend. Auch die Soli und Gruppenarrangement, mit synchronem Bewegungsablauf, überzeugen.

Alles in allem ist die Atmosphäre bunt, mal heiter und lebensfroh, dann ernst und bedrohlich, lässt jedoch in jeder Szene die alte Zeit wiederaufleben. Sicherlich verbindet jeder Zuschauer die unterschiedlichsten Erinnerungen mit dieser Musik und dem Tanz.

Quelle: RP
 
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