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Hückelhoven
"Orientalische Nacht": Vielfalt der Ausdrucksformen

Hückelhoven: "Orientalische Nacht": Vielfalt der Ausdrucksformen
Viel Bewegung und ein buntes Bild herrschten auf der Bühne im Saal Sodekamp-Dohmen bei der Orientalischen Nacht. FOTO: Jörg Knappe
Hückelhoven. Tanzgruppen aus halb Nordrhein-Westfalen zeigten auf der Bühne des Saals Sodekamp-Dohmen ihr Können. Farbenprächtige Kostüme, Hüftgürtel mit klimpernden Münzen und anmutige Bewegungen zur fremdländischen Musik. Von Daniela Giess

Bei der mittlerweile vierten Auflage der Orientalischen Nacht, zu der die Gruppe Amira Shay einmal im Jahr in den Festsaal Sodekamp-Dohmen einlädt, gibt es kaum noch einen freien Platz. Längst ist das große Bauchtanz-Treffen mit etwa 50 Mitwirkenden aus Krefeld, Duisburg, Bonn und dem Kreis Heinsberg mehr als nur ein Geheimtipp vor allem für Frauen. Für zweieinhalb Stunden lassen sie sich entführen in eine unbekannte Welt wie aus 1001 Nacht. Monika Eichenauer ist im Dauereinsatz. Die Mitinhaberin einer Hückelhovener Werbeagentur ist alles: Moderatorin auf der Bühne, Organisatorin, Tänzerin der Gruppe Amira Shay, beruhigende Freundin, die versucht, den nervösen Hobbytänzerinnen vor dem Auftritt vor vielen hundert Zuschauern das Lampenfieber zu nehmen. Man merkt: Mit den Jahren ist der Anspruch, den die zwölf Hobbytänzerinnen aus der Region an sich selber stellen, gewachsen. Diesmal haben sie ein orientalisches Tanz-Märchen einstudiert. In gut 20 Minuten erzählen sie die Geschichte eines kleinen Volkes am Rande der Wüste, das von Priesterinnen mit magischen Fähigkeiten beschützt und von Königinnen regiert wird.

Dass sich Bauchtanz auch mit feurigem Flamenco gut kombinieren lässt, wird beim spanischen Zigeunertanz eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Als Kriegerinnen mit Speeren und Säbeln, die sogar auf dem Kopf balanciert werden, vermittelt dies das Duo Fantasia Orientica bei seinem ausdrucksstarken Piratentanz. Klassischer orientalischer Tanz mit dem Duo Tah Ami, Tänze mit Schleier, riesigen Fächern und Tamburin, Rumba-Klänge und südamerikanische Rhythmen, dazu ein Trommelspieler im weißen Gewand - das Programm war vielfältig.

Als Teilnehmerinnen eines VHS- Bauchtanzkurses in Erkelenz lernten sich die Mitglieder der Gruppe Amira Shay kennen. Inzwischen besteht die Gruppe schon seit zehn Jahren. Weitere Bauchtänzerinnen sind stets willkommen bei Amira Shay. Die Orientalische Nacht sei für die insgesamt 50 Mitwirkenden mittlerweile fast so etwas wie ein Familientreffen, verrät Monika Eichenauer. Und: "Backstage haben wir immer eine Menge Spaß." Im nächsten Jahr steht mit der fünften Orientalischen Nacht ein kleines Jubiläum an. Es gibt Überlegungen, eventuell einen Tanzwettbewerb durchzuführen und ein Gala-Diner mit orientalischen Köstlichkeiten auf die Beine zu stellen. Erstmal proben die zwölf Hobbytänzerinnen, die hauptsächlich aus dem Raum Hückelhoven und Erkelenz stammen, eifrig weiter. "Vor fünf Jahren kam bei uns der Gedanke auf, eine Show auf die Beine zu stellen", erinnert sich Monika Eichenauer. "Wir freuen uns immer sehr über die positiven Reaktionen des Publikums."

Quelle: RP
 
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