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Hückelhoven
QVC investiert in Baal in den Wandel im Handel

Hückelhoven. Für QVC, bekanntgeworden als TV-Verkaufskanal, werden mobile Plattformen wie für den Handel über das Internet immer wichtiger. Deshalb wird im Logistikzentrum in neue Lagerstrategien investiert. Von Andreas Speen

QVC Deutschland ist auf Expansion ausgerichtet. Die aktuellen Verkaufszahlen und die erwirtschafteten Renditen werden als sehr gut beschrieben. Und in Hückelhoven, wo in Baal das Logistikzentrum für den deutschen und österreichischen Markt sowie derzeit für Frankreich steht, wird in neue Technik investiert, um dem wachsenden Zweig des Internethandels auch in Zukunft gerecht zu werden. Erschließen kann QVC Deutschland darüber, was eine Erweiterung der Geschäfte bedeutet, eine im Schnitt zehn Jahre jüngere Kundschaft. All diese Entwicklungen zusammengenommen bedeuten, dass QVC dieses Jahr in Baal rund 45 neue Arbeitsplätze einrichten konnte und es im kommenden Jahr weitere bis zu 70 werden könnten.

Mathias Bork, Geschäftsführer von QVC Deutschland, und Dr. Thomas Lindemann, verantwortlich für das Logistikzentrum in Hückelhoven sowie für strategische Entwicklungen in Europa und Asien, präsentierten jetzt die aktuellen Unternehmensentwicklungen. 1996 war QVC, die Firma mit amerikanischen Wurzeln, erstmals auf deutschen Fernsehern zu empfangen gewesen. Einkaufen von zu Hause war und ist das Konzept. Verändert hat sich allerdings die Größenordnung, in der dieses Geschäft - seit 2002 vom Logistikzentrum in Baal aus, mit TV-Studios in Düsseldorf und mit Kundenzentren in Bochum und Kassel - betrieben wird.

Früher kamen etwa 2000 Produkte am Tag in den Versand. Die 240 pro Tag im TV präsentierten Artikel bildeten hierfür die Basis. "Durch den Handel im Internet sind es inzwischen mehr als 13.600 Artikel, die im Umlauf sind", erklärte Lindemann eine der Veränderungen. Auswählen können Kunden im Internet, via Smart-TV und mobiler Apps sogar aus mehr als 18.000 Produkten. Daraus ergeben sich laut Lindemann "eine Komplexitätssteigerung, eine Veränderung der Abläufe und dass heute mehr Flexibilität bei Mitarbeitern sowie Technik nötig sind". Im Vorjahr habe der Internethandel bereits 24,1 Prozent am Geschäft ausgemacht, in diesem Jahr steuere QVC Deutschland auf die 30 Prozent zu, ergänzte Bork und erklärte: "Mobile Plattformen werden immer wichtiger." Im E-Commerce-Bereich bringe QVC fast monatlich Neuerungen an den Kunden. Dieser Unternehmensbereich sei lohnend, "weil wir im Internet Kunden erreichen, die durchschnittlich zehn Jahre jünger als unsere TV-Kunden sind". Angepasst werden müssen dafür jedoch sowohl die Produkte, Bork zufolge "zum Beispiel in der Mode", als auch die Technik im Logistikzentrum. Dazu sagte Lindemann, ohne Investitionssummen zu nennen: "Bei uns stehen derzeit die Reorganisation der Lagerstrategie und die Packautomatisierung an."

Von Baal aus hat QVC den Aufbau der italienischen Unternehmenstochter vorangetrieben, bis es sich lohnte, in Castel San Giovanni bei Mailand ein eigenes Logistikzentrum aufzubauen. Derzeit geschieht dasselbe für Frankreich. Enden will QVC damit nicht, machte Mathias Bork, der QVC als "eines der renditenstärksten Unternehmen in Deutschland" bezeichnete, deutlich: "Wir sind auf Expansion ausgerichtet und sehen uns in den nächsten Jahren ganz klar im Wachstum."

Quelle: RP
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