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Hückelhoven
Repertoire von der Sierra Madre del Sur bis zur Bergbau-Ära

Hückelhoven: Repertoire von der Sierra Madre del Sur bis zur Bergbau-Ära
Beim Frühjahrskonzert nahmen die Sänger im Baaler Bürgerhaus ihr Publikum mit auf eine musikalische Weltreise. FOTO: UWE HELDENS
Hückelhoven. Sie proben getrennt - dienstags im Hilfarther Saal Sodekamp, freitags im Altenzentrum Herbstsonne in Baal. Auftritte bestreiten sie seit drei Jahren gemeinsam. Aus den Mitgliedern der Männergesangvereine Eintracht und Borussia ist eine Chorgemeinschaft geworden, die beim Frühjahrskonzert wieder viel Applaus erntete.

Die Hobbysänger nahmen ihr Publikum mit auf eine musikalische Reise durch die Welt. Sie stimmten "Die Glocken von Isola Bella" und "Das Ave Maria der Berge" an, präsentierten mit "Cielito Lindo" das in Mexiko nach der Nationalhymne zweitbekannteste Lied. Unter der musikalischen Gesamtleitung des Dirigenten Herry Vierboom sangen die Männer das bekannte "Sierra Madre del Sur", "Ave Maria no morro" sowie "Montana de Fuego". In den Wilden Westen entführte die Chorgemeinschaft mit dem Gus-Backus-Evergreen "Da sprach der alte Häuptling der Indianer" und der Volksweise "Auf meiner Ranch bin ich König". Auch "Siebentausend Rinder" (Carl Ulrich Blecher/ Christian Bruhn) wurden besungen.

An die Bergbau-Arä erinnerten die Sänger mit der Zechen-Hymne "Glück auf, Sophia-Jacoba". Mit "Weil wir Freunde sind", einem der größten Hits der Wildecker Herzbuben, standen die Mitglieder des Hilfarther Männergesangvereins vor Jahren sogar schon an der Rurbrücke mit den beiden hessischen Pfundskerlen gemeinsam auf der Bühne. In Baal wurde das Lied noch einmal angestimmt, als sich der Chor-Zusammenschluss von seinem Publikum verabschiedete.

Weil Hobbysänger Willi Mülfarths Frau Leni im russischen Frauenchor "Rjabinuschka" (Eberesche) mitsingt, kam der Kontakt zum Gastchor zustande. Unter Leitung von Nadeshda Reder verzauberten die Erkelenzer Sängerinnen, die seit 22 Jahren auftreten, ihre Zuhörer. In farbenprächtigen Trachten, selbst genäht, zogen die Rjabinuschka-Frauen bewundernde Blicke auf sich. "Wir singen Kirchenlieder, klassische Stücke und Volkslieder, einfach alles", verriet Nadeshda Reder. Neben Schostakowitschs anspruchsvollem Sekundenwalzer hatte der Chor aus der Erka-Stadt Johannes Brahms' Zyklus "Ungarische Tänze" sowie den großen Erfolgshit der Grand-Prix-Gewinnerin Nicole ("Ein bisschen Frieden") mitgebracht. Mit russischen und deutschen Liedern beide Kulturen miteinander verbinden, ist das erklärte Ziel des Frauenchors. Erkennungszeichen: rote Halsketten, die an Vogelbeeren erinnern sollen.

Für 65 Jahre aktive Mitgliedschaft wurde Manfred Geisler ausgezeichnet, Klaus-Dieter Pingel singt seit 60 Jahren mit. Für 20 Jahre Vorstandsarbeit als Geschäftsführer und Schatzmeister des MGV Baal wurde Josef Lemmen geehrt. Die Chorgemeinschaft ist auf der Suche nach neuen Sängern (Ruf 02435 2758, 02435 948912; www.mgvbaal.de).

(DG)
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