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Hückelhoven
Retter blockiert: Staatsanwalt prüft

Hückelhoven. Sanitäter mit Patient mussten warten. Nötigung durch Sperren der Straße.

Im Fall des Rentners, der mit seinem Auto in Hilfarth einen Rettungswagen im Einsatz blockiert hatte, ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach. "Es geht um Nötigung durch Sperren der Straße", erklärte Oberstaatsanwalt Lothar Gathen auf Nachfrage. Die Polizei hat bereits Ermittlungen durchgeführt und Zeugen des Vorfalls vernommen. "Die Situation müssen wir noch genau klären," so Gathen.

Nach Schilderungen der Polizei hatte der Fahrer eines Audi Q3 offenbar wenig Verständnis dafür, dass er am 8. März durch einen auf der Fahrbahn stehenden Rettungswagen nicht weiterfahren konnte. Wie die Polizei berichtete, habe er wild gestikuliert und den Fahrer des Rettungswagens aufgefordert, das Fahrzeug zur Seite zu setzen, was aber im Einsatz nicht machbar gewesen sei. Als die Sanitäter mit ihrem Patienten zum Krankenhaus fahren wollten, stand hundert Meter weiter der Audi auf der Straße.

"Der Fahrer war über Nebenstraßen gefahren und hatte sich dann vor den Rettungswagen gesetzt", bestätigte der Staatsanwalt gestern die bisherigen Ermittlungen. "Eben habt ihr mich warten lassen, jetzt müsst ihr warten", habe er sich sinngemäß geäußert und sei in eine Bäckerei gegangen. Zu klären ist laut Gathen nun, ob der Rettungswagen hätte zurücksetzen können, um an dem Audi vorbei zu kommen. Die Einsatzkräfte hätten ihr Wegerecht nicht durch Martinshorn oder Blaulicht eingefordert.

Bei Nötigung im Verkehr müssen Täter mit Geldstrafen und weiteren Folgen rechnen, zum Beispiel mit Fahrverbot. Generell werden fünf Punkte in Flensburg eingetragen.

(gala)
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