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Hückelhoven
Rurtalkorbmacher freuen sich übers 200. Mitglied

Hückelhoven. Der Verein blickte bei der Jahresversammlung unter anderem auf die Investitionen im Museumshof zurück. Von Willi Spichartz

"Wir haben erstmals die 200-Mitglieder-Marke geknackt!" Das war nur eine von vielen Erfolgsmeldungen, die der alte und neue Vorsitzende des Hilfarther Rurtalkorbmacher-Vereins, Heinz Knur, den genau 50 zur Jahreshauptversammlung erschienen Mitgliedern präsentieren konnte.

Das eigene Museum in der Nohlmannstraße war Ort der Zusammenkunft, die neben dem Bericht des Vorsitzenden die Jahresabläufe von Schriftführer Friedhelm Königs und Kassierer Johannes Knur zur Kenntnis nehmen konnte. Aus den Berichten wurde auch deutlich, dass das Museum in den ehemaligen Wirtschaftsgebäuden des Franziskanerinnenklosters sowohl mit Arbeitskraft wie auch Finanzinvestitionen weiter ausgebaut wird.

Highlight des Jahres 2015 war die Veranstaltung/Ausstellung zum Jahrhunderthochwasser im Jahr 1965, die genau ein halbes Jahrhundert zurücklag, weit mehr als 1000 Besucher konnten gezählt werden, die Dokumentations-Broschüre dazu fand reißenden Absatz.

Einige tausend Euro wurden im Vorjahr investiert, der Innenhof wurde ausgebaut, so Heinz Knur, ein neues Weidenfeld angelegt. Das Weidenschälfest jeweils im Mai hat den festen Platz im Hückelhovener Veranstaltungskalender, ebenso die Korbflechtkurse, die, so der Vorsitzende, 2016 allerdings nicht angeboten werden. Weiterer Wermutstropfen in der Korbmacher-Agenda ist der Arbeitskreis Geschichte, der zurzeit nicht aktiv ist.

Weiteres Highlight dagegen ist der Film über die Entstehung eines Flechtkorbs, dessen Aufnahmen fertig sind, der noch geschnitten werden muss. Bedeutend für den Verein sind die Teilnahmen jeweils am "Fest am See" in Wickrath und am Cityfest in der Hückelhovener Innenstadt.

Zum echten Publikumsmagneten hat sich auch der "Chreskenkesmaat" mit lebender Krippe am zweiten Adventswochenende entwickelt. Dass das alles nur mit ganz erheblichem persönlichen Einsatz der Mitstreiterinnen und Mitstreiter zu schaffen ist, machte Heinz Knur mit einem herzlichen Dank deutlich, rief aber auch weitere Mitglieder zum Mittun auf.

Friedhelm Königs, Gründungsmitglied und langjähriger Schriftführer, der aus dem Amt ausschied, erhielt als ehemaliger Prellballspieler zum Dank ein Trikot der Fußballnationalmannschaft.

Zur Harmonie der Mitgliederversammlung gehörte neben den jeweils einstimmigen und offenen Wahlen auch der Kassenbericht von Johannes Knur, der ein solides Bild zeichnete, die Kasse hat ihm zufolge auch den Segen des Finanzamts. Äußerst zufrieden mit der Entwicklung des Vereins zeigte sich auch Hermann-Josef Knur, der das Vorsitzendenden-Amt im vergangenen Jahr krankheitsbedingt aufgeben musste.

Zur Tradition wird zum Abschluss der Versammlung das gemeinsam gesungene Lied "Hilfarthland", von Jakob Hensen und Lambert Hensen getextet zur Melodie von "Lipperland".

Quelle: RP
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