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Hückelhoven
Schöpferische Vielfalt für sozialen Zweck

Hückelhoven: Schöpferische Vielfalt für sozialen Zweck
Die Ratheimer Künstlerin Ulrike Isenrath (Mitte) erläutert ihr Bild "Lieben nach dem Leben". FOTO: Jürgen Laaser
Hückelhoven. Bilder, Keramiken, Skulpturen und Fotografien gab es in einer Benefizausstellung in Ratheim zu sehen. Der Verkaufs-Erlös kommt Schulkindern auf Sansibar zugute. Von Nicole Peters

Im Griechischen benenne man "Kunst" mit dem Wort "techne", führte Wilhelm Rixkens, ehemaliger Kollege von Künstlerin Trude Adler am Berufskolleg Geilenkirchen, zu Beginn der Ausstellungseröffnung von "Schöpferische Vielfalt" im Alten Rathaus in Ratheim aus. "Man versteht darunter die schönen und freien Künste, aber auch Rhetorik und Handwerk." Beim fachgerechten Umgang mit dem jeweiligen Material gelte besonders die schöpferische Veranlagung des Künstlers, die mit Begriffen wie Phantasie, Einbildungskraft, Inspiration, Intuition und Kreativität umschrieben werde.

"An diesem Wochenende haben sich fünf recht unterschiedliche Künstler zusammengefunden, die alle eine Verbindung zum Kreis Heinsberg haben", sagte Rixkens weiter. Verbunden hat sie ebenso die Bereitschaft, den Verkaufserlös an die "Trude Adler Schule" zu spenden. Inhaltlichen regionalen Bezug zum unterstützten Projekt stellte Trude Adler in ihren in den Farben orange oder karminrot gehaltenen Batik-Bildern mit Titeln wie "Afrika" oder "Sonnenuntergang" her. Mit flüssigem Wachs hatte sie unterschiedliche Motive auf Baumwollstoff aufgetragen und sie mehrfach gefärbt. Ihre Keramiken stellten afrikanische Massai-Krieger mit Schwert oder Kopfporträts mit kunstvoller Frisur oder aufwendiger Kopfbedeckung dar.

In Sichtweite hatte Dozentin Marion Scheidtweiler ihre Keramiken platziert. Meist mit der japanischen Brenntechnik Raku hergestellt, präsentierten sich die Objekte durch schwarze Färbung in ursprünglicher Natürlichkeit mit interessanten Oberflächen. Die Formen hatte sie aus der Natur abgeleitet - etwa von Blütenständen oder Fruchtkörpern. Ronny Lorke trug mehrere Fotografien zur vielfältigen Schau bei. Entweder hatte er mit Licht großartig in Szene gesetzte Stadtansichten eindrucksvoll eingefangen oder einen Bauern auf seinem Eicher-Traktor vor sattgrünem, sonnenbestrahltem Feld abgelichtet. Zur Fotografie hatte Künstlerkollege Klaus-Peter Breidbach bereits vor 50 Jahren mit der vom Vater geschenkten Agfa-Box gefunden. Er präsentierte mehrere Aufnahmen sowie zusätzlich "Mal-Fotografie" mit Ulrike Isenrath zusammen. Beide verbindet zudem die Vorliebe für Treibholz, das sie vornehmlich am Rhein in Königswinter finden. Mit Metall und Farben erstellen sie daraus Kunstwerke, von denen sie eine Auswahl ausstellten. Isenrath widmet sich zudem der Malerei und wählt dabei gerne Motive zu Kosmos, Weltall und Universum. Abstrakte Darstellungen waren zu sehen oder zwei Bilder mit den Titeln "Himmel am Rhein" eins und zwei, die sie mit bewegter Strichführung verwirklichte.

Die Besucher hatten somit die Möglichkeit, ganz unterschiedliche schöpferische Produkte anzusehen und das eine oder andere zu erwerben. Musik trug Miriam Kobilke am Klavier bei. Mit einer Power-Point-Präsentation gab Trude Adler lebendige Einblicke in das Schulleben auf Sansibar.

Quelle: RP
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