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Hückelhoven
Schulprojekt: Gesundheit im Blickpunkt

Hückelhoven. Drogen, Internetsucht und Sexualität als Thema der Präventionswochen in der Leonardo da Vinci Gesamtschule.

An der Leonardo da Vinci Gesamtschule Hückelhoven standen die letzten Schulwochen für den 8. und 9. Jahrgang im Zeichen der beiden großen schulinternen Präventionsprojekte.

Der 8. Jahrgang arbeitete eine Woche zum Thema "Drogenprävention" in der Schule. "Auch wenn unser Fokus innerhalb der Projektwoche auf Alkohol- und Cannabiskonsum lag, war es uns wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler auch die Möglichkeit haben, eigene Schwerpunkte zu setzen", erläuterte Schulsozialarbeiter Florian Stoelk. So konnten die Schüler sich sowohl mit aktuellen Themen wie "exzessivem Computerspielen" und einer potenziellen "Internetsucht" auseinandersetzen, als auch die Risiken von klassischen Suchtstoffen wie Amphetaminen und Heroin kennenlernen.

Unterstützung holte sich die Schule für die Durchführung der Projektwoche von der Caritas Beratungsstelle für Suchtfragen in Hückelhoven, die ihre Pforten für die Schülerinnen und Schüler öffnete und sowohl spielerische Lernstationen als auch Fragerunden anbot. Erneut konnte die Gesamtschule außerdem den Rechtsanwalt Tobias Römgens gewinnen, der einen Workshop zum Thema Rechtsfragen rund um Betäubungsmittel und strafbare Handlungen im Zusammenhang mit Alkohol und Drogen zusammen mit Lehrer Benjamin Forg leitete.

Einen kreativen Umgang mit dem Thema eröffneten die Musikproduzenten Rainer und Thomas Krupka, sowie die Musiklehrer Karima Rösgen und Ulrich Thevißen. Sie produzierten hierzu einen eigenen Song. Ergänzt wurde das Angebot von einer Fülle von Workshops mit naturwissenschaftliche, künstlerische und mediale Schwerpunkten.

Im 9. Jahrgang wurde zunächst viel gekichert, denn dort stand die Projektwoche unter dem Thema "Liebe und Sexualität". Gemeinsam mit den Projektpartnern der AWO Aidshilfe, der Caritas Erkelenz sowie dem schwul-lesbischen Aufklärungsprojekt SchLAu NRW gestaltete die Schule eine Projektwoche, die neben Aufklärungsarbeit und persönlicher Auseinandersetzung mit der Thematik vor allem die Vielfalt des Liebens und Lebens repräsentieren sollte. Auch hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, in die Rolle von Eltern zu schlüpfen: "Wir haben bereits in der ersten Nacht nach einem Knopf gesucht, an dem wir das Baby ausstellen konnten, aber die Erfahrung waren die unruhigen Nächte auf jeden Fall wert", so das augenzwinkernde Fazit der Schülerinnen Nazan Sag und Eda Ünlütürk. Beide hatten die Chance ergriffen, am Babyprojekt der Caritas in Erkelenz teilzunehmen.

Hier erhielten die Schülerinnen hochmoderne Babypuppen-Computer, die wie ein echtes Kind versorgt werden mussten. Einig war man sich dann aber doch, dass die eigene Elternschaft noch einige Jahre auf sich warten lassen könnte.

Quelle: RP
 
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