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Hückelhoven
Senioren reisen mit "Jan van Werth"

Hückelhoven: Senioren reisen mit "Jan van Werth"
Heinz-Josef Schmitz ist "Hahn im Korb" bei diesem Grüppchen auf dem Rheinschiff. Der Sozialamtsleiter lässt es sich nicht nehmen, bei den von ihm mit viel Herz vorbereiteten Seniorenfahrten dabei zu sein. FOTO: STADT HÜCKELHOVEN
Hückelhoven. Insgesamt 1352 Senioren aus Hückelhoven haben in diesem Jahr an den neun Ausflugsfahrten teilgenommen. Eine Fahrt mit dem Rheinschiff begeistert immer. Ein Erlebnis war auch der Abstecher in den Botanischen Garten. Von Gabi Laue

Wenn eine Schifffahrt auf dem Rhein lockt, muss man Hückelhovener Senioren nicht lange bitten. So war es bei der Jubiläumstour - 50 Jahre Seniorenfahrten der Stadt - im Jahr 2013 mit der Rekordzahl von 1425 Teilnehmern, und in diesem Jahr ließen sich 1352 Männer und Frauen über 70 Jahre die Gelegenheit auf einen schönen Tag nicht entgehen. "Im Schnitt lagen wir bei 200 Personen über den Vorjahren", sagte Sozialamtsleiter Heinz-Josef Schmitz, der diese Seniorenausflüge immer mit Hingabe vorbereitet. "Jetzt kommen die geburtenstarken Jahrgänge, das wird in den Anmeldezahlen deutlich", ergänzte er. Daher sei es erfreulich, dass der Stadtrat das Angebot beibehalten und auch die Altersgrenze nicht erhöhen will.

Im Vorjahr wollten nur 781 ältere Menschen mitfahren - Ziel war der Indemann, der Aussichtsturm am Tagebau Inden. Hier ging es nicht nur um einen Ausflug mit Kaffee und Kuchen, sondern es wurden interessante Informationen zur Energiegewinnung vermittelt. "Das war umso interessanter für die Leute, die dabei waren", erzählte Schmitz. "Sie konnten die Kohlegewinnung vergleichen mit der Zeche, die keine Heimatverluste mit sich brachte, und schauten sich an, wie Immerath und Borschemich heute aussehen." Als sie davon erfuhren, haben einige Hückelhovener die Tour nachher noch privat unternommen, ein Ehepaar nahm sogar Besucher aus der Schweiz mit.

Dieses Jahr starteten neun Ausflüge, an denen Gruppen von 102 bis 186 Senioren teilnahmen. Tag eins brachte schon einen Schrecken: Eine Dame hatte sich bei einem Sturz eine Knieverletzung zugezogen, die von den DRK-Helfern erstversorgt und am nächsten Tag operiert wurde. Mit gutem Ausgang, wie Heinz-Josef Schmitz erfuhr. Vom Wetter her war von warmen Temperaturen bis zur sommerlichen Hitze um 29 Grad Celsius, vom blauen Himmel über Sturm bis zu Starkregen und Rhein-Hochwasser alles dabei. Die Reisenden waren dennoch bester Laune, ebenso wie die aufmerksame Schiffsbesatzung, die teils T-Shirts mit Hückelhoven-Logo übergestreift hatte. Die Grüße des Bürgermeisters richteten die abwechselnd mitfahrenden Stellvertreter, Andrea Axer und Dieter Geitner, aus.

Mit Genuss verzehrten die Senioren Kuchen auf dem Schiff, ließen Hotelschiffe, die Oper am Kölner Dom und das Restaurantschiff "Alte Liebe" an sich vorbeiziehen. Aufregend war der Tag des Bombenfunds mit Evakuierung, als der Kapitän der "Jan van Werth" in Höhe der Zoobrücke um 15.53 Uhr melden konnte "Bombenfund beendet". Die Rückabwicklung der Evakuierung mit hunderten Kranken- und Rettungswagen beeindruckte die Hückelhovener. Vom Schiff aus war gut zu beobachten, wie eine lange Kolonne von Mannschaftswagen der Feuerwehr die Menschen zurück in ihre geräumten Wohnungen brachte. Ein Erlebnis war natürlich auch der Besuch im Botanischen Garten, der mit einer Stunde als viel zu kurz empfunden wurde. An einem Tag begeisterte die Flora mit einer Neuanpflanzung.

Quelle: RP
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