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Hückelhoven
So viele Jecken wie nie bei der HKG

Hückelhoven: So viele Jecken wie nie bei der HKG
"Et Lisbeth", Franz-Josef Frings aus Düren, philosophierte närrisch über den Männerbauch und andere Verrücktheiten des Alltags bei der Hückelhovener Sitzung. FOTO: Jürgen Laaser
Hückelhoven. Rund 350 kostümierte Besucher erlebten eine rundum gelungene Sitzung der Hückelhovener Karnevalsgesellschaft in der Mehrzweckhalle. Begeistert und aufgeregt war Prinzessin Anke, die ein zündendes, gut gemixtes Programm erlebte. Von Willi Spichartz

Danke, Anke! Das war der Tenor der Kostümsitzung der Hückelhovener Karnevalsgesellschaft (HKG) in der Mehrzweckhalle am Gymnasium. Mit knapp 350 kostümierten Narren-Fans waren der Einladung von Prinzessin Anke (Ringk) deutlich mehr Menschen gefolgt als in den vergangenen Jahren. Wolfgang "Gus" Backes hatte ein kurzweiliges Programm zusammengestellt, durch das ebenso kurzweilig die beiden Jürgens, Reindahl und Soyka, führten.

"Fiere, bütze, danze, oss Hätz jeht ob et Janze" - das Motto hatte den ganzen Abend Bestand. "Danke, danke schön. Es sind so viele Leute hier wie schon lange nicht mehr. Ich bin glücklich und sehr aufgeregt", bekannte die Prinzessin nach dem Einmarsch der HKG-Akteure unter dem emotionalen Bergbaulied "Glückauf, Glückauf, der Steiger kommt...", geführt von den Hoppeditzen Silas, kleiner Mann, und Patricia, reife Frau und Ex-Prinzessin. Zwischen das Gewirbel der beiden HKG-Tanzgarden und Mariechen Analena, Michelle und Silke (Ingendorn), seit Jahren auch die Trainerin, und der Showtanzgruppe "Dancer Hollic", hatte Gus Backes ein Musik- und Büttenprogramm platziert, das mit Et Röschen von de Hardt (Mönchengladbach) schon zu Beginn einen Höhepunkt hatte. "Warum auf den Richtigen warten, wenn man mit den Falschen so viel Spaß haben kann", bekannte Röschen unumwunden. Die Hilfarther Lokalmatadoren Arndt und Klaus Holten, immer öfter in Hückelhoven (Hilfarth-Schmäh "Polen") zu sehen, hatten bekannte Melodien mit witzigen Ideen umgetextet, geschunkelt wurde im Saal ohne Aufforderung. Der MGV Hilfarth, verstärkt mit Baalern, rief die große Tradition der Kölner Karnevalslieder der 50er und 60er Jahre in Erinnerung, während "Et Lisbeth", Franz-Josef Frings aus Düren, über den Männerbauch als "Feinkostgewölbe" reflektierte.

Raketenverdächtig der "Tulpenheini" aus dem belgischen Eynatten, der mit herrlichen Wortspielen Lachsalven erzeugte. Der als Belgier auf deutschen Bühnen die Holländer veralbert, selbst im weißen Anzug mit bunten Tulpen drauf.

Grandios Bauchredner Peter Kerscher mit Kuh Dolly, der ein Feuerwerk von auch spontanen Gags abbrannte, der vom begeistert mitgehenden Saal selbst inspiriert wurde, Prinzessin Anke eine Mini-Ausgabe von Dolly zu schenken. Der kommt sichtlich gern wieder. Ebenso die "Lövenicher Seitenspringer", 12 Mann der örtlichen KG Hoppesäck, die mit witzig-akrobatischen Einlagen über die Bühne tobten. Die war fast zu klein für den Schlusspunkt, "Die Original Eschweiler" aus der Karnevalsmetropole an der Inde, die die Tradition der großen Fanfarenzüge dort mit bekanntem Liedgut vermittelten.

Im Finale dann auch dabei das Dreigestirn der Ratheimer KG "All onger eene Hoot", Prinz Willi (Mühlenberg), Bauer Armin (Müller) und Jungfrau Uwije (Uwe Tenzer), das den ganzen Abend miterlebte und gern wiederkommt.

Quelle: RP
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