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Hückelhoven
Sommer, Sonne, Kapbusch

Hückelhoven: Sommer, Sonne, Kapbusch
Familie Kuchen kam aus Alsdorf an den Kapbusch-Badesee in Brachelen. Schon seit einigen Jahren verbringt die fünfköpfige Familie die warmen Wochenenden gern im Freibad Kapbusch. "Klar, der Blausteinsee in Eschweiler wäre für uns viel näher. Aber da ist es nicht so schön", erklärt Mutter Astrid Kuchen. FOTO: J. Laaser
Hückelhoven. Rekordtemperaturen von fast 33 Grad Celsius lockten viele Besucher zu dem beliebten Naturseebad nach Brachelen. Von Daniela Giess

Mehr als 900 Sonnenanbeter sind am frühen Samstagnachmittag schon im Freibad Kapbusch an der Landstraße 364 zwischen Hilfarth und Brachelen zu verzeichnen. Kassiererin Carmen Matthiä ist im Dauereinsatz. 2,50 Euro kostet der Tageseintritt für Erwachsene, einen Euro für Kinder ab sechs Jahre, Studenten oder Auszubildende. Stolz weist sie auf das Gebäude hinter sich. "Umkleidekabinen, warme Duschen. Und alles ist im Eintrittspreis enthalten. Wo gibt's das heute noch", schwärmt Carmen Matthiä.

Von seinem Containerstand nähert sich Heiko Hudl. Der Fachangestellte für den Bäderbetrieb, so die offizielle Berufsbezeichnung, steht im Dienst der Stadt Hückelhoven. Seit Donnerstag beaufsichtigt er die Brachelener Badegäste - Eröffnung der Freibadsaison. Eine willkommene Abwechslung zur Schwimmbad-Schicht an der Martin-Luther-Straße. "Hier ist schon gut was los", stellt Hudl fest und lässt seinen Blick über das weitläufige Areal - rund 60 000 Quadratmeter Liegewiesen mit Beachvolleyballfeld und Kinderspielplatz - streifen. Aber: In dieser Woche ist er wieder im Hückelhovener Hallenbad eingeteilt, in der Woche nach Pfingsten sieht der städtische Dienstplan erneut den Einsatz am Kapbusch vor. Zehneinhalb Stunden dauert seine Schicht hier. Immer zu zweit überwacht das Brachelener "Baywatch-Team" das muntere Treiben im beliebten Natursee, der an diesem heißen Tag mit einer Wassertemperatur um die 20 Grad für angenehme Abkühlung sorgt.

Das weiß auch Familienvater Oliver Kuchen (46) zu schätzen. Mit Ehefrau Astrid (36) sowie den Töchtern Lea (15) und Marie (zehn) macht es sich der Alsdorfer auf bunten Handtüchern und Matten bequem. Söhnchen Max (7) planscht im Wasser. Schon seit einigen Jahren verbringt die fünfköpfige Familie die warmen Wochenenden gern im Freibad Kapbusch. "Klar, der Blausteinsee in Eschweiler wäre für uns viel näher. Aber da ist es nicht so schön", erklärt Mutter Astrid Kuchen. "Es gibt keine richtige Badezone, und Schwimmtiere dürfen auch nicht mitgebracht werden."

Das Radio dudelt, diesmal haben die Kuchens befreundete Nachbarn mitgebracht nach Brachelen. "Wir trinken ein leckeres Bierchen zusammen", beschreibt Oliver Kuchen sein Wochenend-Glück am Badesee. Die drei Kinder können gut schwimmen, die Töchter haben längst das Freischwimmer-Abzeichen, Sohn Max hat die Seepferdchen-Prüfung erfolgreich abgelegt. Am Kapbusch-Kiosk hat der Pächter kürzlich gewechselt. Nach 30 Jahren. Currywurst, Pommes frites und kühle Getränke gibt es hier zu moderaten Preisen. Auch der Eintrittspreis ist seit langer Zeit stabil. "Der ist schon ewig so", weiß Heiko Hudl, der seinen Dienst an diesem heißen Tag mit seiner Kollegin, Rettungsschwimmerin Klara Baues, versieht. Unter den mehr als 900 Badegästen hat der städtische Angestellte einen "Prominenten" ausgemacht: Helmut Holländer, Beigeordneter und Kämmerer der Stadt Hückelhoven. "Er hat eine französische Besuchergruppe über das Gelände geführt", berichtet Heiko Hudl.

An Wochenenden, Feiertagen und Brückentagen öffnet das Freibad Kapbusch seine Pforten von zehn bis 20 Uhr, an Wochentagen von 13 bis 20 Uhr. Der Eintritt kostet 2,50 Euro für Erwachsene, einen Euro für Kinder ab sechs, Azubis und Studenten. Kinder bis sechs Jahre haben freien Eintritt.

Quelle: RP
 
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