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Hückelhoven
Spielen wie die Hobbits im Auenland

Hückelhoven: Spielen wie die Hobbits im Auenland
So ähnlich könnte das (Rur-)Auenland aussehen: Eine naturnahe Gestaltung mit Spielgeräten aus massiver Kerneiche mit Grünsandstein-Elementen sieht das Konzept vor - mit Berg und Tal sowie Hobbit-Höhlen im Hügel. FOTO: STADT HÜCKELHOVEN
Hückelhoven. Eine Schwerpunkt-Spielanlage plant die Stadt Hückelhoven neben dem Neubaugebiet Ruraue. Thema soll eine Auenlandschaft mit Hobbit-Höhlen sein, nahe am Rurradweg in Hilfarth. Eine Attraktion für Familien. Von Gabi Laue

Da hat im Jugendamt jemand kreativ die Fantasie spielen lassen: Eine Hobbitlandschaft hat sich die Verwaltung gewünscht für den neuen Spielplatz am Hilfarther Neubaugebiet Ruraue. So ist der passende Name "Auenland" für das, was in Verwaltungsdeutsch Schwerpunkt-Spielanlage heißt. Tiefbauamtsmitarbeiter Kreutz und Paul Hollmann von der Willicher Firma Tapper & Hollmann stellten im Jugendhilfeausschuss das Konzept der Spielanlage vor. "Ziel ist, den Platz im Sommer 2017 einzuweihen", so Beigeordneter Helmut Holländer. "In Nähe des Rurradweges wird das ein Anziehungspunkt für Familien aus der ganzen Umgebung sein."

Den Spielplatz an der Aggerstraße hatte die Stadt aufgegeben, damit dort der Awo-Kindergarten Im Rhin um eine dringend benötigte Gruppe erweitert werden konnte. Die neue Schwerpunktspielanlage wird im Neubaugebiet Ruraue auf einem rund 2000 Quadratmeter großen Grundstück erstellt und grenzt an den gerade fertig gewordenen Bolzplatz an. Sie ist mehr als ein Ersatz für den alten Spielplatz. Doch eines war bei einem Abstimmungsgespräch mit der Kindergarten-Leitung, zehn Kindern, Müttern, Erzieherinnen und einem Opa klargeworden: Das alte Karussell, noch ganz gut in Schuss, muss unbedingt mit. Weil es in "Mittelerde" wohl keine Karussells gab, wird es am Rande des Auenlands einen Platz erhalten.

Ein großer Berg Erde ist schon abgekippt, denn nach dem Vorbild der Fantasielandschaft in J.R.R. Tolkiens "Der kleine Hobbit" sieht das spielpädagogische Konzept der Anlage vor, eine Auenlandschaft mit vielfältigen naturnahen Spielmöglichkeiten zu modellieren, die Paul Hollmann im Ausschuss beschrieb. Insgesamt 210.000 Euro lässt sich die Stadt das kosten, der Ballspielplatz kostet 90.000 Euro. Vorwiegend Spielgeräte der Firma Kindt aus stabiler Kerneiche mit Elementen aus Grünsandstein sollen aufgestellt werden. Es wird eine Seilbahn im Norden geben und eine drei Meter hohe Talschaukel zwischen zwei Hügeln. Zwei Hauptareale - für Kleinkinder und Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren - teilt ein langer Hügel, der vier zum Ende offene Höhlen enthält. Durch die beschichteten Kriechtunnel können die Kinder vom einen in den anderen Bereich wuseln. Die Ein- und Ausgänge sind wie die Häuschen der Hobbits halbrund in Grünsandstein gefasst. Auf einer befestigten Fläche steht eine Schutzhütte, und wer die Kinder begleitet, kann sich auf Bänken niederlassen. Der neue Spielplatz in der Nähe zum Rurradweg wird ein attraktives Ausflugsziel vor allem für Familien bilden, die mit dem Fahrrad unterwegs sind, ist die Verwaltung sicher.

Im Jahr 1990 hatte die Stadt schon einmal den Plan verfolgt, an dieser Stelle einen Spielplatz mit Landesmitteln zu bauen, berichtete Helmut Holländer, was damals nicht gelang. Nun darf man gespannt sein auf das Auenland, das mit Beginn der Sommerferien im nächsten Jahr eröffnet werden soll.

Quelle: RP
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