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Hückelhoven
"Sprechen Sie lieber mit Ihrem Kind"

Hückelhoven: "Sprechen Sie lieber mit Ihrem Kind"
Erster Beigeordneter Helmut Holländer, Romulus Timar, Stadt Hückelhoven, und Jugendamtsleiter Ralf Schwarzenberg stellten die Kampagne vor. FOTO: Backhaus
Hückelhoven. Die Stadt Hückelhoven und das Jugendamt haben eine neue Kampagne an den Start gebracht. Von Anke Backhaus

Es gehe nicht um den erhobenen pädagogischen Zeigefinger, sondern vielmehr darum, Eltern zu sensibilisieren: Ralf Schwarzenberg, der Leiter des Jugendamtes der Stadt Hückelhoven, will vor allem das Thema mit der richtigen Portion Schmunzeln im Gesicht angehen. "Sprechen Sie lieber mit Ihrem Kind", sagte Schwarzenberg darum und stellte zusammen mit Helmut Holländer, dem Ersten Beigeordneten der Stadt Hückelhoven, eine neue bundesweite Kampagne vor, der sich die Stadt Hückelhoven anschließt.

Die Plakate zur Kampagne, die eine Frankfurter Werbeagentur entworfen hat, zeigen szenisch, um was es geht: Eine Mutter mit Kinderwagen und - Smartphone. Statt in den Kinderwagen und somit zum Baby zu sehen, gilt dem Smartphone die Aufmerksamkeit.

"Ein Motiv wie dieses ist selbst erklärend. Jeder hat eine solche Szene schon erlebt. Der uns hier vorgehaltene Spiegel soll zur kritischen Auseinandersetzung mit der eigenen Mediennutzung bewegen", erläutert Ralf Schwarzenberg. Dabei brauchen Kinder zugewandte und präsente Erwachsene in der Interaktion. "Gerade Babys brauchen den direkten Blickkontakt zu ihren Eltern bzw. Bezugspersonen. Das ist elementar wichtig und sichert die Bindung", sagte Helmut Holländer weiter. Und: Es geht auch um Sprachvorbilder. Eine gute Eltern-Kind-Bindung zählt zu den treibenden Kräften des kindlichen Spracherwerbs.

Die Stadt Hückelhoven wirbt ab sofort unter anderem in Kindergärten, Schulen und Arztpraxen für die Kampagne, aber auch im Straßenbild Hückelhovens werden die Plakate demnächst sichtbar sein. Ralf Schwarzenberg betonte: "Das ist ja alles keine böse Absicht, wir wollen lediglich darauf hinweisen, wie schnell man vergisst, dass man wertvolle Zeit mit seinen Kindern verliert."

Mehr noch: Weil die Stadt Hückelhoven das Thema "Frühe Hilfen" in den Mittelpunkt rückt, werden Eltern, die gerade ihr Baby bekommen haben, vom Jugendamt auf Wunsch besucht.

Im Jahr 2017 fanden so etwa 308 Besuche in Familien neugeborener Babys statt. Bei diesen Besuchen erhalten die Eltern praktische Tipps und Hilfen, zudem bekommen sie wichtiges Informationsmaterial. "Eltern sollen wissen, an wen sie sich wenden können, wenn sie Hilfe brauchen", warb Helmut Holländer für die Besuche.

Quelle: RP
 
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