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Hückelhoven
Stadt schafft neue Kindergartenplätze

Hückelhoven: Stadt schafft neue Kindergartenplätze
Auf einem Teilbereich des Spielplatzes neben der AWO-Kindertagesstätte "Im Rhin" soll der Neubau für eine Erweiterung des Kindergartens um eine Gruppe gebaut werden. FOTO: Uwe Heldens
Hückelhoven. Hückelhoven fehlen schon im nächsten Jahre Kindergartenplätze. Deshalb planen Arbeiterwohlfahrt und Lebenshilfe Neubauten, für die Bundesmittel beantragt werden sollen. Die Vorhaben wurden im Fachausschuss vorgestellt. Von Johanna Küppers

Der Bedarf an Kindergartenplätzen in Hückelhoven ist groß. "Im folgenden Kindergartenjahr könnten bis zu 190 Plätze zu wenig zur Verfügung stehen", sagt Erster Beigeordneter Helmut Holländer. Dies betrifft vor allem Kinder, die über drei Jahre alt sind. Laut Leiter des Jugendamtes, Ralf Schwarzenberg, habe die Stadt sich in den letzten Jahren besonders auf die Förderung von Kindern unter drei Jahren konzentriert, dabei wurden die anderen Kinder etwas vernachlässigt.

Jetzt soll keine Zeit mehr verloren werden. Die Stadt möchte für das kommende Jahr gerüstet sein. Die Schaffung von neuen Plätzen soll dabei zweigeteilt verlaufen.

Zum Einen ist die Erweiterung der Einrichtung "Im Rhin" in Hückelhoven geplant. Der AWO-Kindergarten soll zusätzlich eine Teilfläche des Spielplatzes Aggerstraße übertragen bekommen. Dort könnte der vierzügige Kindergarten für eine weitere Gruppe Platz finden. Die Entscheidung, ein freistehendes Gebäude zu errichten und nicht an den bereits bestehenden Trakt anzubauen, fiel bewusst: Man möchte sich die Möglichkeit vorbehalten, bei Bedarf weiter ausbauen zu können.

Neben der Erweiterung der AWO-Einrichtung wird auch ein neuer Kindergarten geplant. Dieser soll in Ratheim an der Mühlenstraße entstehen. Zwei Kindergruppen sollen dort unterkommen. Ein Blickfang wird sicherlich die lange Fensterfront mit überdachter Terrasse und Blick auf den Mühlenbach werden. Stellplätze für Kraftfahrzeuge sollen zur Mühlenstraße hin mit eingeplant werden.

Er freue sich besonders darüber, dass die Lebenshilfe Träger der Einrichtung wird, sagt Holländer: "Ich bin froh, dass die Lebenshilfe diese Einrichtung übernimmt. Das vergrößert unsere Trägervielfalt in Hückelhoven." Die Lebenshilfe wird ein besonderes Augenmerk auf die Versorgung von Kindern mit Handicap legen. Zur Diskussion steht weiterhin, ob die Lebenshilfe das Gebäude eventuell auf eigene Kosten bauen lässt. Denn: Der potenzielle Träger würde gerne Therapiemöglichkeiten im Rahmen der Frühförderung anbieten können.

Diese Räume könnten zu einem späteren Zeitpunkt eventuell einer dritten Kindergartengruppe zur Verfügung stehen. Für beide Tagesstätten wurde die ursprüngliche Idee eines Investorenmodells verworfen. Vielmehr sollen Mittel des Bundes zur "Förderung von Investitionen finanzschwacher Kommunen" verwendet werden. Dabei müsste die Kommune lediglich zehn Prozent der Finanzierung übernehmen, die weiteren 90 Prozent trägt der Bund.

Am Mittwoch wird der Haupt- und Finanzausschuss über die Vorschläge abstimmen. "Wir möchten am 1. August 2016 den neuen Kindergarten in Betrieb nehmen können", sagt Schwarzenberg. Es sei wirklich dringend - mit einem Rückgang der Zahl an Kindergartenkindern könne erst ab dem Jahr 2019/2020 gerechnet werden.

Quelle: RP
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