| 00.00 Uhr

Hückelhoven
Streetfood - weniger Stände, weniger Besucher

Hückelhoven: Streetfood - weniger Stände, weniger Besucher
Die Besucherresonanz auf das inzwischen vierte Hückelhovener Streetfood-Festivals nannten die Veranstalter gering. FOTO: Jürgen Laaser
Hückelhoven. Hückelhovens Streetfood-Festival litt vor allem am Samstag unter schlechtem Wetter. 2018 geht es aber weiter. Von Daniela Giess

Gladys Gebhart lässt sich ihre gute Laune vom nasskalten Wetter nicht verderben. Die Kenianerin, die mit ihrem deutschen Ehemann in Baal zu Hause ist, rückt ihr blau-schwarz-weißes Kopftuch zurecht und lacht ihr ansteckendes Lachen. "Ich koche gerne. Und ich esse gerne", gesteht die gebürtige Afrikanerin augenzwinkernd.

Diese zwei Gründe haben Gladys Gebhart dazu veranlasst, diesmal mehr als nur eine Besucherin unter vielen bei der mittlerweile vierten Auflage des Hückelhovener Streetfood-Festivals zu sein. Chapati heißt das beliebte Nationalgericht aus ihrer Heimat. Mit Reis und Currysauce. Gladys Gebhart bereitet an ihrem Stand auch Teigtaschen mit Fleisch- oder Gemüsefüllung zu. "Allen, die hier gegessen haben, hat es gut geschmeckt. Das macht mich glücklich", erzählt sie mit strahlendem Gesicht.

Ein paar Meter weiter zieht Veranstalter Manfred Beaumart eine nüchterne Bilanz. Von zwölf Streetfood-Terminen seien acht verregnet. Mit Ehefrau Susanne übernachtet der Aachener im Wohnmobil, das er zwischen Hallenbad und Rathaus geparkt hat. "Ich möchte immer erreichbar sein." Nur 38 Essensstände, Food-Trucks oder mobile Garküchen sind diesmal mit von der Partie. Zuvor waren es 50. "Viele sind auf der Strecke geblieben", bedauert Manfred Beaumart, der das Streetfood-Festival in enger Zusammenarbeit mit der Hückelhovener Stadtmarketing GmbH auf die Beine stellt. "Wer davon leben muss, stemmt es unter Umständen nicht." Nur allzu leicht gerate man bei einer Schlechtwetter-Saison als Teilnehmer in die Miesen. Die geringe Besucherresonanz findet der Veranstalter auch bedauerlich für die Musiker, die er mitgebracht hat nach Hückelhoven. Als "lostinmusicx" aus Aachen am frühen Samstagabend auf der Rathaus-Bühne stehen, hat sich nur eine Hand voll Zuhörer davor versammelt.

Spanische Teigringe (Churros), Pulled Pork, Schweinebraten, der "Tote Sau" heißt, mexikanische Burritos oder - für die weniger Mutigen - Thüringer Rostbratwurst, Käsespätzle und knusprige Reibekuchen mit Brie und Preiselbeeren, Lachs, Zuckerrübensirup und Apfelmus kommen an bei den Marktbesuchern. Dass es weitergeht, steht für Jürgen und Susanne Beaumart außer Frage. Anfang April wird es eine weitere Auflage des Hückelhovener Streetfood-Festivals geben.

Ob Sunay Yaman dann wieder dabei sein wird? Sie weiß es noch nicht. Insgesamt 22 Senfsorten aus der Produktion der Historischen Senfmühle im Eifel-Örtchen Monschau hat sie mitgebracht in die ehemalige Zechenstadt. Gelohnt hat es sich nicht. "Wir werden uns Gedanken machen", sagt sie.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Hückelhoven: Streetfood - weniger Stände, weniger Besucher


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.