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Hückelhoven
Turbulenzen im Hochadel

Hückelhoven: Turbulenzen im Hochadel
"Mörder mögen's messerscharf" heißt die turbulente Kriminalkomödie, die vom Kleingladbacher Theaterverein Frohsinn Brück am Wochenende aufgeführt wurde. FOTO: Jürgen laaser
Hückelhoven. Mit viel Applaus belohnte das Publikum die elf Hobbyschauspieler vom Kleingladbacher Theaterverein Frohsinn Brück. Sie führten "Mörder mögen's messerscharf" auf und begeisterten ihre Zuschauer. Von Daniela Giess

Seine Augen sind blutunterlaufen, sein Gesicht leichenblass. Ansgar Baron von Herrschershausen (dargestellt von Jörg Markmann) wurde ermordet. Hinterrücks mit einem Küchenmesser erstochen und dann in den See geworfen. Seine geldgierige Gattin Lukretia (Sandra Schnelle) hat sich den mörderischen Plan ausgedacht und den Verwalter Dietmar Knör (Jakob Paulussen), der ihr heimlicher Geliebter ist, die "Drecksarbeit" machen lassen - das Beseitigen der Leiche und der Tatwaffe.

Mit der turbulenten Kriminalkomödie "Mörder mögen's messerscharf" begeisterten die Akteure des Kleingladbacher Theatervereins Frohsinn Brück. Für knapp drei Stunden entführte die Truppe - der Verein besteht schon seit mehr als 100 Jahren - in die imaginäre Welt des Kleingladbacher Hochadels; der 1911 gegründete Theaterverein hatte seine Stücke zunächst in der Dorfkneipe aufgeführt, später dann in der Gymnastikhalle der Grundschule.

Landtagsabgeordneter Thomas Schnelle, Ehemann der Regisseurin Sandra Schnelle, die auch die mordende Baronin Lukretia mimte, begrüßte die zahlreichen Gäste der beiden gut besuchten Aufführungen in der Mehrzweckhalle am Amselweg.

Butler Johann (Arndt Holten) bittet seine Cousine, die Kriminalkommissarin Else Nehrlich (Britta Regn), den Mord an Baron von Herrschershausen aufzuklären. Als angeblicher Butler-Praktikant wird auch ihr junger Assistent Hugo Geist (Henry Schnelle) in das hochherrschaftliche Anwesen eingeschleust. Doch die Aufklärung ist letztlich einer unheimlichen Geisterbeschwörung der beiden alten Tanten Restituta (Andrea Zander) und Honoria von Herrschershausen (Monika Paulußen) zu verdanken. Ihr toter Neffe Ansgar erscheint ihnen bei der gruseligen Séance mit dem ebenfalls ermordeten Hausmädchen Sophia (Lena Zander) und verrät, dass Lukretia und der Verwalter die gesuchten Täter sind. Für viele Besucher war die aktuelle Inszenierung mit einem Wiedersehen verbunden. So erinnerten die Darsteller an die gelungene Aufführung aus dem Jahr 2015 ("Die Winters live") und brachten einige Charaktere sowie das opulente Fest zur goldenen Hochzeit ins Spiel. Auch die Hückelhovener Polizeiwache spielte bei "Mörder mögen's messerscharf" eine Rolle. Kommissarin Nehrlich versucht verzweifelt, die Warteschleife zu überwinden und mit einem ihrer Kollegen zu telefonieren - erfolglos.

In doppelter Funktion war Jakob Paulussen im Einsatz. Er spielte den mörderischen Verwalter Dietmar Knör und war auch als Maskenbildner für Frisuren und Schminke der Darsteller zuständig. Als Metzgermeister Arnulf Kaventzmann begeisterte Thomas Buscher. Mit seinem Lehrling (Max Buscher), von ihm immer nur lieblos "Stift" genannt, besuchte er das Schloss, um mit der Baronin die Speisenfolge für das anstehende Bankett abzusprechen.

Mit viel Applaus belohnte das Publikum die elf Hobbymimen für die unterhaltsame Aufführung.

Quelle: RP
 
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