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Hückelhoven
Über Alltag und Schicksal der Flüchtlinge

Hückelhoven. Regisseur Cagdas Yüksel, Student und Filmemacher aus Mönchengladbach, diskutiert über seinen Dokumentarfilm "Asyland" mit den Jugendlichen des Hückelhovener Gymnasiums.

Die Vorführung des Dokumentarfilms "Asyland" mit anschließender Diskussion hat die Teilkonferenz "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" für Dienstag, 5. Juli, von 13.45 bis 15.50 Uhr für die gesamte Jahrgangsstufe EF und Q1 organisiert.

Niemandem fällt es leicht, seine Heimat zu verlassen. Doch weltweit sind 60 Millionen Menschen auf der Flucht laut Statistiken des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR. Menschen, die vor Bürgerkriegen fliehen, vertrieben wurden oder der Armut entkommen wollen. Seit dem Zweiten Weltkrieg waren noch nie so viele Menschen gleichzeitig auf der Flucht. Hunderttausende machen sich auch auf den Weg nach Europa. Doch was wissen wir über die einzelnen Schicksale der Flüchtlinge wirklich? Was wissen wir darüber, wie sie ihre Situation hier bei uns empfinden, auf welche Schwierigkeiten sie stoßen oder welche Ängste und Sorgen sie haben? Daher hat die Teilkonferenz "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" in Absprache mit der Schulleitung eine Vorführung des Dokumentarfilms "Asyland" (65 Minuten) über das Leben von Flüchtlingen in der Aula organisiert. Es folgt eine Diskussionsrunde zu dem Thema mit dem Produzenten und Gästen (darunter Heinz-Josef Schmitz als Ehrenamtlicher und Pate des Projektes "Schule ohne Rassismus").

Über den Inhalt sagt Produzent Cagdas Yüksel: "Wir nehmen uns leider zu oft das Recht, über Menschen zu urteilen, ohne ihnen einmal in die Augen zu schauen. Wir glauben alles über Flüchtlinge zu wissen und kennen nicht einmal ihre Geschichte. Unser Ziel ist es, einen Film aus der Sicht von Vertriebenen zu produzieren, die dicken Mauern der Flüchtlingsheime zu überwinden und dabei mit versteckten Kameras die Diskriminierung zu dokumentieren, der Flüchtlinge tagtäglich ausgesetzt sind. Für die Einen ist es ein Film. Für Andere der Alltag." Ein Leben in Containern, Bettenlagern und Baracken. Eingezäunt und abgeschottet von der Außenwelt - so sieht die harte Realität der Erstaufnahmelager für Flüchtlinge aus. Diese Bilder sind zwar aus den Abendnachrichten bekannt, viel weniger weiß man allerdings, wie es in den Menschen, die dort leben, aussieht.

Cagdas Yüksel, Student und Filmemacher aus Mönchengladbach, ist eines Tages an so einem Heim entlang gejoggt und hat das getan, was sich fast niemand traut: Er ist hineingegangen. Was er dort gesehen hat, war so bewegend, dass er helfen wollte. Er hat ein Team aus ehrenamtlichen Helfern um sich versammelt und konnte durch Crowdfunding einen Teil der Produktion "Asyland" finanzieren (www.asyland.de/der-film.html).

Quelle: RP
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