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Hückelhoven
Ungewöhnliche Ansichten aus der Stadt

Hückelhoven: Ungewöhnliche Ansichten aus der Stadt
Die jugendlichen Aussteller mit Fotografin Agnes Bläsen, Landrat Stephan Pusch, Lehrerin Anne Joerißen, Stellvertretener Bürgermeister Dieter Geitner und Simone Jansen, Leiterin der Jugendwerkstatt (v. r. hinten). FOTO: CARITAS
Hückelhoven. Fotoausstellung von Jugendlichen der Jugendwerkstatt Hückelhoven-Hilfarth - Beeindruckende Fotos unter dem Titel "418 meine Stadt". Dazu ist ein Buch mit Bildern und Texten entstanden.

Sichtlich beeindruckt vom fotografischen Talent der jungen Frauen und Männer zeigten sich Landrat Stephan Pusch und Hückelhovens Vize-Bürgermeister Dieter Geitner bei der Eröffnung der Fotoausstellung in der Jugendwerkstatt Hilfarth. Zwölf Jugendliche präsentierten hier unter dem Titel "418 meine Stadt" ungewöhnliche Ansichten und Perspektiven ihrer Stadt, darunter ein Löwenzahn und Stein als Makroaufnahme, ein Riss im Asphalt, fotografierte Schattenspiele und Pfützen. Es fehlten auch nicht so markante Motive wie der Förderturm Schacht 3 und die Stufen der "Himmelsleiter" auf die Millicher Halde.

Für manche der vielen Gäste gab es eine persönliche Führung durch die Ausstellung mit rund 100 Farbfotografien, davon zwölf im Großformat, sowie Porträts der Teilnehmer in Schwarz-Weiß. Dabei war den jungen Fotografen deutlich anzumerken, wie stolz sie auf ihre Fotografien sind, die im Rahmen eines Fotoprojekts seit September entstanden und die Kampagne der Caritas in Deutschland "Zusammen sind wir Heimat" in Bildern festhalten. Zur Entstehung des Projekts erklärte Simone Jansen, Leiterin der Jugendwerkstatt, dass sie im Frühjahr bei einer Sitzung der Arbeitsgemeinschaft "Jugend und Arbeit" im Bistum Aachen das Fotoprojekt der Fotografin Agnes Bläsen kennen gelernt habe. Als sie erfuhr, dass der Landschaftsverband Mittel für Projekte bereitstelle, habe sie Kontakt zu ihr aufgenommen sowie Geld beantragt, so dass das Fotoprojekt ab September durchgeführt werden konnte. "Die Herausforderung für die Jugendlichen sollte sein, fotografisch den Fragen nachzugehen, was Heimat für sie bedeutet und woher sie kommen, sowie eine Ausstellung zu organisieren", so Jansen. Das sei in Anbetracht der Kürze der Zeit eine "sportliche Aufgabe" gewesen, die nur zu schaffen gewesen sei, weil die Jugendlichen sich auf das Projekt eingelassen hätten.

Karl-Ernst Dahmen, Leiter der Abteilung Familie, Kinder und Jugend des regionalen Caritasverbandes, zitierte die Schauspielerin Nadine Petry zur Fotografie: "In dem Moment, in dem die Kamera ein Teil von dir wird, in dem du aufhörst, Schnappschüsse zu machen und anfängst in Winkeln, Belichtungen und Blenden zu denken, hast du auf wunderbare Art ein zweites Mal sehen gelernt." Dies treffe auch auf die Jugendlichen zu, die viele beeindruckende Motive festgehalten hätten und überzeugt von ihren Bildern seien. Dass tolle Bilder entstanden seien, bestätigte Agnes Bläsen. "Ich habe mich gefreut, das Fotoprojekt durchführen zu dürfen", erklärte sie. Sie habe als erste Übung die Jugendlichen mit kleinen Digitalkameras losgeschickt, um Motive wahrzunehmen und zu fotografieren. Dann habe man die Fotos angeschaut, um zusammen zu erarbeiten, was ein Foto interessant macht und was unterschiedliche Perspektiven bewirken. In einem weiteren Schritt seien die Jugendlichen an einem kalten und regnerischen Tag nach Hückelhoven gefahren und hätten Orte und Plätze ausgesucht, die sie fotografieren wollten. "Es sind viele interessante Bilder entstanden. Ihr zeigt uns die Stadt mit euren Augen und die Schönheiten im Alltag, an denen wir sonst vorübergehen", so Bläsen. Auch die Herausforderung, die Ausstellung auf die Beine zu stellen, hätten die Jugendlichen sehr gut gemeistert, lobte sie. Zudem sei ein Buch mit Fotos der Teilnehmer mit selbst geschriebenen Texten entstanden. Drei Fotos mit Texten stellten drei Jugendliche vor. Zudem dankten sie Agnes Bläsen mit einem Blumenstrauß.

Quelle: RP
 
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