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Hückelhoven
Vielfalt des künstlerischen Ausdrucks

Hückelhoven: Vielfalt des künstlerischen Ausdrucks
Bilder und Plastiken in verschiedenen Techniken stellten die Teilnehmerinnen und Gast Klaus-Peter Breidbach auf Einladung des Frauenzentrums im Alten Rathaus aus. FOTO: Jürgen Laaser
Hückelhoven. Das Frauenzentrum stellte Arbeiten engagierter Künstlerinnen aus und informierte über seine gesellschaftlichen Anliegen. Von Judith Rixen

Eine Vielzahl an künstlerischen Spielarten erwartete den Besucher bei der gut besuchten zweiten Ausstellung künstlerisch engagierter Frauen im Alten Rathaus in Ratheim, zu der das Frauenzentrum eingeladen hatte. In verschiedenen Naturmotiven, Landschaften, Pflanzen und halbplastischen Tierdarstellungen wurde ein intensives Farbspiel dargeboten. Einen Höhepunkt bildeten die Treibholz-Skulpturen von Klaus-Peter Breidbach. Für musikalische Untermalung sorgte spontan der elfjährige Henry Schwidder am Klavier.

Gleich im Eingangsbereich wurde der Kunstinteressierte von kräftigen Blautönen begrüßt: Dagmar Kloss, die nicht zum ersten Mal im Alten Rathaus ausstellte, präsentierte Malereien zum Thema "Wasserlandschaften". Die studierte Textildesignerin wurde durch Bilder von Irland zu den Wasserwelten inspiriert. "Durch die Farbgebung möchte ich Atmosphäre schaffen", sagte sie.

Rita Zurmahr-Tabellion, die Vorsitzende des Frauenzentrums, erzählte, die Ausstellung sei um den Kern der ersten drei Mitwirkenden "jedes Jahr ein bisschen gewachsen". Ganz besonders freute sie sich über die zwei Jüngsten, Sarah Lenz (21 Jahre), die neben Kohle- und Kreidezeichnungen, Acryl- und Aquarellmalerei ihre PC-Arbeiten präsentierte, sowie ihre Cousine Lena Lenz (17 Jahre) mit ihren Aquarellbildern. "Wir möchten generationsübergreifende Treffpunkte schaffen, und das gelingt uns auch", sagte Zurmahr-Tabellion.

Als besonderen Gewinn bezeichnete sie Klaus-Peter Breidbach, den einzigen Mann unter den Ausstellern, der mit Skulpturen aus Treibholz natürliche Akzente setzte. Die finde er am Rhein, in der Nähe seines Wochenendhauses in Königswinter, erklärte er: "Manchmal werden Berge von Holz mit dem Hochwasser angeschwemmt, die Fantasie sagt einem dann, was man daraus machen kann." Die außergewöhnlichen Gebilde wurden von ihm zu Kunstwerken mit kreativen Namen wie "Werwolf" zusammengeklebt und von seiner Lebensgefährtin Ulrike Isenrath bemalt. Neben den Holzskulpturen präsentierte diese ihre Bilder zum Thema "Weltall".

Zurmahr-Tabellion nutzte die Gelegenheit, um auf die unterschiedlichen Schwerpunkte des Frauenzentrums aufmerksam zu machen: "Wir möchten den Leuten zeigen, dass wir uns auch mit gesellschaftlichen und politischen Dingen auseinandersetzen."

Neben Bildung und Weiterbildung sei es dem Frauenzentrum ein dringendes Anliegen, auf den Mangel an Arbeitsplätzen für Frauen im Kreis Heinsberg, der hier an drittletzter Stelle in ganz NRW stünde, hinzuweisen. Auch Alterssicherung und Ärzteversorgung seien Themen. "Zudem möchten wir die Möglichkeit nutzen, auch Migrantinnen in das gesellschaftliche Leben einzubinden", betonte die Vereinsvorsitzende.

Quelle: RP
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