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Hückelhoven
Viermal Narretei pur bei den St.-Lambertus-Frauen

Hückelhoven. Die Mitglieder der Frauengemeinschaft ziehen in diesen Tagen bei vier Sitzungen alle jecken Register. Von Nicole Peters

Die Mitglieder der Frauengemeinschaft St. Lambertus stellen bei vier Aufführungen alles selbst auf die Beine: von der Verpflegung über Aufbau bis zum karnevalistischen Bühnenprogramm. Seit rund vier Jahrzehnten sorgen sie für beste Unterhaltung - bei der Samstag-Vorstellung sind sogar Männer im Saal dabei.

Bunte Wimpel, Luftschlangen und viele Luftballons schmückten das Jugendheim, in dem am Montagnachmittag 150 kostümierte Jecke die einzelnen Programmpunkte ausgelassen feierten. Im Bühnen-Hintergrund saßen oder standen die Damen vom Elferrat, in deren Mitte Sitzungspräsidentin Marianne Gasser regelmäßig das Wort ergriff.

Von großem Einfallsreichtum und liebevollem Bezug zum Ort Hückelhoven zeugten die Beiträge, die die Frauen, von Hoppeditz Marlies Küppers in den Raum geleitet, gut gelaunt darbrachten. So tanzten "Die kleinen Strolche" in buntbedruckten Kopftüchern und Wickelstoffen zu Hits wie "Afrika" oder "Moove it". Im Sketch "Notaufnahme" kümmerten sich die Mitarbeiter in großer Hektik um einen äußerst wehleidigen Patienten mit Männerschnupfen.

Bei der Ankündigung von "Andrea Berg" ging ein erwartungsvolles Raunen durch die Reihen - Gerda Boisten riss alle mit rot-pinker Lockenperücke, geblümtem Kleid und grazilem Tanz zum Playback-Medley bekannter Schlager mit. "Party!", lautete die Ansage vor dem Evergreen "Marmor, Stein und Eisen bricht", und spätestens jetzt brach sich geballte Lebensfreude auf und vor der Bühne Bahn.

Mitten aus dem Leben gegriffen ging es mit dem Lied "Das Klo, das Klo" und den "Lollipops" weiter: Die fünf Matrosinnen demonstrierten eindrücklich ihre Wertschätzung sauberer Toiletten. Ein verbales Feuerwerk zündeten Käthe und Mine (Eva Zoch, Manuela Backes). So sei eine Kosmetikerin im Fall der Freundin eher eine Präparatorin, wurde gefrotzelt, ebenso sei der auf dem Flohmarkt erstandene ungewöhnliche Hut leider zu klein, um das Gesicht der anderen zu verdecken. Beim "Klassentreffen" blühten alte Vorurteile über die magere Marie oder die alte Schachtel Frau Schlotterbeck wieder richtig auf - ein Seniorentreff, bei dem schon "der Kalk rieselte".

Und später am Nachmittag gaben die drei Jecken von "Jüv" Wohldurchdachtes zum Besten - seit 22 Jahren beleuchten sie Themen mit viel Lokalbezug. Der Schlachtruf "Wir onger os" wird noch am Freitag, 29., und Samstag, 30. Januar, jeweils ab 19.11 Uhr an gleichem Ort vielfach zu hören sein.

Quelle: RP
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