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Hückelhoven
VIKZ eröffnet eine neue Jugend-Moschee

Hückelhoven. Der Hückelhovener Integrations- und Bildungsverein (IBV) hat seine Kultur- und Gebetsstätte an der Jacobastraße und deren Programm für vor allem männliche Jugendliche erweitert. Von Daniela Giess

Von der alten Näherei zur modernen Jugend-Moschee: Der Integrations- und Bildungsverein (IBV) hat seine Kultur- und Gebetsstätte an der Jacobastraße erweitert. Auf rund 1740 Quadratmetern sollen in dem Gebäude neben der bestehenden Moschee vor allem männlichen Jugendlichen zwischen zwölf und 16 Jahren sowie im Bereich der Erwachsenenbildung Angebote unterbreitet werden.

Ein Innenhof mit Ruhebänken, Playstation-Zimmer für die Jugendlichen, Bodybuilding-Studio und eine große Kantine sind hier ebenso zu finden wie Konferenz- und Gebetsräume, ein Verwaltungstrakt und Räume zum Übernachten. Das Grundstück mit 9000 Quadratmetern biete den Jungen besonders an Wochenenden oder während der Ferienbetreuung viele Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung, sagte Jugendreferent Adnan Özden. Bei der feierlichen Übergabe betonte Mehmet Duran, Präsident des Verbands der Islamischen Kulturzentren, kurz VIKZ, der die Einrichtung betreibt, dass Friede und Glück Sinn der neuen Jugend-Moschee seien. "Ich empfinde eine großartige Festtags-Atmosphäre", unterstrich Duran bei dem Festakt.

Yasin Kara, Jugendreferent und Imam des VIKZ aus Duisburg, begrüßte die zahlreichen geladenen Gäste, darunter Vertreter des Hückelhovener Stadtrates und des Kreistages Heinsberg sowie der Kreispolizeibehörde, mit der die Moscheegemeinde einen engen Kontakt pflegt. Ein weiterer Schritt zur Integration sei geleistet worden, betonte Hückelhovens stellvertretender Bürgermeister Dieter Geitner. Er lobte die Kooperationsbereitschaft des IBV, der Maßnahmen und Projekte immer koordiniert vorbereite, wenn es zu einer Zusammenarbeit mit der Stadt komme, etwa bei der Ferienmaßnahme für die muslimischen Kinder sowie Mädchen und Jungen der Ratheimer Jugendheims "Das Nest". Bernd Laprell, Leiter des kommunalen Integrationszentrums sowie Integrationsbeauftragter für den Kreis Heinsberg, sprach von einem "wichtigen Beitrag, um Zugewanderten die Integration zu erleichtern". An der Interkulturellen Woche und am Tag der offenen Moschee, der bundesweit am 3. Oktober stattfindet, beteilige sich der IBV stets mit eigenen Veranstaltungen. Integration funktioniere nur, "wenn beide Seiten Verständnis füreinander aufbringen", so CDU-Bundestagsabgeordneter Wilfried Oellers.

Quelle: RP
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