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HÜckelhoven
Vivawest baut an der Brassertstraße

HÜckelhoven: Vivawest baut an der Brassertstraße
Bürgermeister Bernd Jansen, Vivawest-Geschäftsführer Ralf Giesen und Architekt Franz-Peter Greven betonieren die Zeitkapsel ein, gefüllt mit Euro-Münzen und einer aktuellen Ausgabe der Rheinischen Post. FOTO: Jürgen Laaser
Hückelhoven. Wohnungsbaugesellschaft feiert Grundsteinlegung im alten Bergmanns-Quartier in Hückelhoven. Auf den rund 11.500 Quadratmeter großen Grundstücken entstehen drei Mehrfamilienhäuser für 87 barrierearme Mieteinheiten.

Die Brassertstraße bekommt neue Konturen: Die Arbeiten auf den Grundstücken von ABS und EBV im Bereich der Hausnummern 41-89 haben begonnen. Die Wohnungsbaugesellschaft Vivawest hat mit Bürgermeister Bernd Jansen und Architekt Franz-Peter Greven Grundsteinlegung für ihr Neubauprojekt gefeiert.

Auf den rund 11.500 Quadratmeter großen Grundstücken in zentraler Lage nahe der Innenstadt baut Vivawest drei dreigeschossige Mehrfamilienhäuser mit 87 barrierearmen Mieteinheiten, 17 Garagen und 72 Stellplätzen. Der Neubau ist Teil einer umfangreichen Quartiersentwicklung im Vivawest-Quartier. Geplant wurde das Projekt in der ehemaligen Bergmannssiedlung von der Architektur-Galerie Greven.

Ein Mix aus hochwertigen Zwei-, Drei- und Fünf-Raum-Wohnungen ergänzt das vorhandene Wohnraumangebot in dem Quartier mit 514 Wohnungen. Mit Grundrissen zwischen 43 und 127 Quadratmetern sprechen die neuen Wohnungen sowohl Senioren als auch Familien an. Zur Ausstattung gehören elektrische Rollläden, Gegensprechanlagen und bodengleich geflieste Duschen in den Bädern. Alle Häuser verfügen über einen Aufzug. Energetisch entsprechen die Gebäude dem KfW-55-Standard. Beheizung und zentrale Warmwasserversorgung erfolgen über Fernwärme. Die Bauphase werde etwa 18 Monaten dauern.

"Es freut uns sehr, dass wir mit dem Wohnungsbauprojekt an der Brassertstraße die langjährige und sehr gute Zusammenarbeit mit der Stadt Hückelhoven fortsetzen und einen Beitrag zur Stadtentwicklung leisten können", sagte Ralf Giesen, Geschäftsführer von Vivawest. "Wir sind davon überzeugt, dass diese Neubaumaßnahme eine sinnvolle Ergänzung zu dem vorhandenen Wohnungsangebot darstellt und dass wir mit dem neuen, attraktiven Wohnraum in zentraler Lage den Ansprüchen unserer Mieter gerecht werden", sagte Ludger Wiesemann, Bereichsleiter Neubau bei Vivawest. Bürgermeister Bernd Jansen unterstrich: "Vivawest ist ein verlässlicher Partner, mit dem wir schon lange und vertrauensvoll zusammenarbeiten." Er begrüßte die umfangreiche Quartiersentwicklung und das Neubauprojekt: "Wir freuen uns darüber, dass Vivawest ihr Quartier in Hückelhoven zeitgemäß und generationengerecht weiterentwickelt und neuen bedarfsgerechten Wohnraum schafft."

Architekt Franz-Peter Greven ging auf die Geschichte der Bergmannssiedlung ein. Die vor knapp 100 Jahren errichteten Gebäude seien damals ein architektonisches Highlight gewesen: "Was der Kollege Emil Strasser sich für die Angehörigen von Sophia-Jacoba ausgedacht hat, nötigt uns immer noch größten Respekt ab." Die gartenstadtähnliche Siedlung sei im Stil der Amsterdamer Schule von der Hückelhovener Bergmanns-Wohnungsbaugesellschaft gebaut worden. Auffallend seien die Platzbildungen und das Wechselspiel der Hausgruppen und Gebäude. Dazu die Bäume und Gärten.

Doch die Menschen brauchten heute andere Wohnungen, so Greven: " Was jahrzehntelang vielen Familien eine sichere Unterkunft war, ist heute zu klein, zu wenig komfortabel, die Bausubstanz teilweise hinfällig. Die Familienstrukturen sind nicht mehr die alten - die einen leben im Verbund, die anderen allein. In der modernen Arbeitswelt wissen viele nicht, wie lange sie an einem Ort bleiben. Deshalb brauchen sie keinen Nutzgarten, sondern eine gute Anbindung ans öffentliche Verkehrsnetz, Schule, Kindergarten und einen Spielplatz vor der Tür. Alle wollen ein modernes Bad im Haus, mit Kohle heizt keiner mehr." Trotz einiger Eingriffe habe die Siedlung ihren ursprünglichen Charakter beibehalten. Sein Team habe sich bemüht, "Struktur und Maßstab der traditionellen Bebauung aufzunehmen, allerdings ohne nostalgische Mimikry".

Ein Riegel quer zum Hang, aufgeteilt in drei propellerähnliche Baukörper. Die Fassaden im Erdgeschoss werden - wie im alten Bestand - in Ziegeln, die darüber in hellem Putz ausgebildet. Weil man heute ökologisch baue, werde es statt der klassischen Satteldächer flach geneigte Gründächer geben. Außerdem viel frisches Grün um die Gebäude und Kinderspielecken.

(gala)
 
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