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Hückelhoven
Wieder Leben im Künstlertreff Eesdron

Hückelhoven: Wieder Leben im Künstlertreff Eesdron
Noch bis 25. März sind die Arbeiten des Künstlerpaares Manuele Klein und Detlev Weigand im Künstlertreff/Galerie Eesdron in Millich (nach telefonischer Anmeldung) zu sehen. FOTO: Jürgen Laaser
Hückelhoven. Nach einem Jahr Pause waren Kunstfreunde nun wieder zu einer Ausstellungseröffnung in die ehemaligen Atelierräume von Hans-Peter Trampert nach Millich eingeladen. Zu sehen sind Arbeiten von Manuele Klein und Detlev Weigand. Von Steffi Mosburger-Dalz

Ein Wunsch des 2008 verstorbenen Millicher Künstlers Hans-Peter Trampert ging 2010 mit der Eröffnung einer Galerie in seinen früheren Atelierräumen an der Millicher Gronewaldstraße in Erfüllung. Ziel des Künstlertreffs "Eesdron", den seine Frau Rosemarie eröffnete, sollte die Begegnung kreativer Menschen sein. Und viele von Tramperts Weggefährten, aber auch andere interessante Künstler(innen) stellten seitdem bei Eesdron aus. Der Name heißt, rückwärts gelesen, übrigens "Nordsee" und deutet auf die Leidenschaft des Künstlers für Strand und Meer hin, die er auch oft ins Bild setzte.

Nach einer gesundheitsbedingten Pause von über einem Jahr hatte Rosemarie Trampert jetzt wieder zu einer Schau in die Galerie eingeladen. Weitere sollen folgen, allerdings in größeren Abständen als bisher. Kunstfreunde und Künstler konnten wieder das - ganz in Tramperts Sinne - besondere Ausstellungsformat genießen, das viel Raum für Austausch bietet. Und die Besucher brachten ihre Freude darüber sehr herzlich zum Ausdruck. Das ist ermutigend in Zeiten der Eventflut und bestätigt, dass das Konzept von Eesdron in unserem Kreis, der ein spannendes Kunstangebot an die Bürger macht, eine Bereicherung darstellt.

Unter dem Titel "Alles eine Frage der Perspektive" zeigt nun das Künstlerpaar Manuele Klein und Detlev Weigand aus Engelskirchen eine Auswahl aus verschiedenen Arbeitszyklen. Weigand und Klein erarbeiten gemeinsam Performances, Veranstaltungen und Kunstzyklen zu verschiedenen gesellschaftlich wirksamen Themen. Sie arbeiten mit Ton, Video, Bewegung.

Bildern oder Objekten und bewegen sich im Rahmen junger zeitgenössischer Kunst, wie sie in NRW ein großes Publikum trifft. Sie sind in Museen, Galerien und wichtigen Ausstellungen vertreten und mit der Kunstszene im Kölner Raum verflochten. Jeder der beiden Künstler hat jedoch seine eigene Bildsprache und seinen eigenen künstlerischen Weg. So kommt Manuele Klein sichtlich aus der Malerei. Sie zeigt Fotoarbeiten auf Acrylglas oder Aludibond, bei denen ihre unbunte Malerei und Naturfotografie oder Details von Architektur ineinander collagiert werden, so dass sich das Ganze zum malerisch poetischen Werk zusammenfügt.

Weigand zeigt Arbeitszyklen, in denen er mit Worten zu uns spricht. Fotocollagen verweisen mit ihrem Titel auf Filme oder Songs. In großen Fotoarbeiten mit erotischen Popikonen finden sich scheinbar verwirrende Sätze. Fundstücke, Philosophisches und Poetisches finden sich zu seinem augenzwinkernden "Sozialdadaismus" zusammen.

Die Ausstellung im ehemaligen Atelier von Hans-Peter Trampert an der Gronewaldstraße 94 in Millich bleibt in Absprache unter der Rufnummer 02433 904734 bis zum 25. März zu sehen.

In diesem Jahr wird sich der Künstlertreff mit einer Gemeinschaftsausstellung an der Kunsttour beteiligen und eine weitere Ausstellung im Herbst anbieten.

Quelle: RP
 
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